Fürstenstein/Tiefenbach, im Januar 2026

Es standen nicht viele Themen auf der Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung des ILE Passauer Oberland e.V., dafür aber umso bedeutendere. Wichtigstes Signal und damit einmalig im Landkreis Passau war der einstimmige Beschluss aller elf Mitgliedsgemeinden für den bestmöglichen Versicherungsschutz für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ihrer Gemeinden. ILE-Vorsitzender Stephan Gawlik brachte es auf den Punkt: „Wir dürfen froh und dankbar sein, dass es Leute gibt, die für uns ihr Leben beim Einsatz riskieren und für uns buchstäb-lich durchs Feuer gehen.“

Zunächst aber ging es um die zum Jahresende übliche Entlastung des Vorstands und die Abstimmung des Haushalts für das kommende Vereinsjahr. So fand Ende Nomvember der Rechnungsprüfungstermin statt, der ohne Beanstandungen ausfiel. Damit war der Weg frei, gleich zu Sitzungsbeginn den Vorstand einstimmig zu entlasten. Gleich darauf folgte die Abstimmung der Haushaltsplanung für 2026, die von ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann vorgestellt wurde und von den vollzählig vertretenen Mitgliedsgemeinden ebenfalls einstimmig verabschiedet werden konnte. Ebenso gab es für den Jahressachstandsbericht der ILE-Geschäftsstelle eine einstimmige Leistungsabnahme. In diesem Zusammenhang bedankte sich ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann über die Verlängerung ihres bis Ende 2025 befristeten Vertrages um weitere drei Jahre und das entgegengebrachte Vertrauen.

Seitens der Öko-Modellregion Passauer Oberland informierte Projektmanagerin Pia Auberger über die Aktion „Streuobst für Alle“, für die sich zuvor bereits einige ILE-Gemeinden ausgesprochen hatten. Sie hatte bei der Oktober-Mitgliederversammlung schon das Interesse für eine Beteiligung in 2026 abgefragt und die ersten Infos dazu mitgeteilt. Nun gab sie nähere Details und Abläufe bekannt. Unter anderem seien zwischenzeitlich die Förderbedingungen vereinfacht worden. Es gibt keine maximale Abgabezahl mehr, sondern lediglich eine Mindestanzahl von 10 Bäumen, die abgenommen werden müssen. Pro Baum erhalten die Antragsteller 45 Euro Zuschuss. Es seien laut Auberger genügend Fördergelder vorhanden und die Baumschulen in der Region auch darauf vorbereitet. Die Organisation werde die Öko-Modellregion gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden übernehmen. Das genaue Prozedere wird im Februar über die Mitteilungsblätter der ILE-Gemeinden bekannt gegeben und über das „Wie? Wann? und Wo?“ konkret informiert.

Aus dem Netzwerktreffen der ILE-Geschäftsleiter, wo der Punkt bereits erörtert worden war, kam das Thema Versicherungsschutz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch auf die Agenda der ILE-Bürgermeister. Kollege Josef Hasenöhrl aus Büchlberg berichtete über die Initiative aus dem Bayerischen Gemeindetag, den Versicherungsschutz für Feuerwehrleute zu vereinheitlichen. Daher wurde von der Versicherungskammer Bayern ein entsprechendes Angebot, allerdings mit zwei Varianten, eingeholt.

Zuvor ergab eine landkreisweite Abfrage der 38 Gemeinden, dass es teils erhebliche Unterschiede bei der Absicherung der Feuerwehrleute über die Gemeinden gibt. Dies treffe auch auf die elf Gemeinden im Passauer Oberland zu. Man war sich dessen vor der durch den Sprecher der Bürgermeister im Landkreis Passau, Stephan Dorn aus Neuhaus am Inn, erfolgten Abfrage nicht bewusst.

Die kurze und eindeutige Diskussion zum Thema zeigte, dass ausnahmslos alle Bürgermeister und Geschäftsleiter über diese ungleiche Handhabe überrascht waren.

„Gleiches Risiko, gleiche Absicherung“, lautete das Fazit. Daher brachte dann auch der Beschluss darüber ein einstimmiges Votum für die Umsetzung der bestmöglichen Absicherung in allen elf Mitgliedsgemeinden. Damit setze man ein Signal, dass man auch von den übrigen Gemeinden im Landkreis Passau erhoffe, so ILE-Vorsitzender Stephan Gawlik – auch in seiner Funktion als Kreis- und Bezirksrat – abschließend dazu.