{"id":1463,"date":"2018-03-22T11:27:02","date_gmt":"2018-03-22T09:27:02","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1463"},"modified":"2018-05-09T13:25:00","modified_gmt":"2018-05-09T11:25:00","slug":"wohin-mit-dem-klaerschlamm-ilzer-land-passauer-land-freyung-und-waldkirchen-erhalten-konzept-zur-klaerschlammentsorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1463","title":{"rendered":"Wohin mit dem Kl\u00e4rschlamm? &#8211; Ilzer Land, Passauer Land, Freyung und Waldkirchen erhalten Konzept zur Kl\u00e4rschlammentsorgung"},"content":{"rendered":"<p>Die Frage \u201ewohin mit dem Kl\u00e4rschlamm\u201c stellen sich die Kommunen der ILE Ilzer Land, der ILE Passauer Oberland und die St\u00e4dte Freyung und Waldkirchen. Energiemanager Matthias Obermeier vom Planungsb\u00fcro Nigl + Mader GmbH legte bereits 2016 den Grundstein zu einer gemeinschaftlichen Kl\u00e4rschlammentsorgung.<\/p>\n<p>Nun stellte Prof. Dr. Stefan-Alexander Arlt der Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften Landshut das Konzept zur gemeinsamen Kl\u00e4rschlammentsorgung in Teilen des Landkreises Passau, sowie des Landkreises Freyung-Grafenau vor. Zwei Studenten der Fakult\u00e4t f\u00fcr Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen erarbeiteten mit ihren Bachelorarbeiten das vorgestellte Konzept. Der Kl\u00e4rschlamm enth\u00e4lt die Schadstoffe, die aus unserem Abwasser entfernt werden. Neben den bedenklichen Schwermetallen und Krankheitserregern sind aber auch wichtige Pflanzenn\u00e4hrstoffe und wertvolle Spurenelemente enthalten. Aber wohin damit? In der Vergangenheit wurde das Abfallprodukt der Kl\u00e4ranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen ausgebracht. Zu Gunsten des Umwelt- und Lebensmittelschutzes verliert diese Methode immer mehr an Akzeptanz. Gesetzliche Vorschriften erschweren diesen Entsorgungsprozess zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<div id=\"attachment_1468\" style=\"width: 723px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1468\" class=\"wp-image-1468 size-full\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Veranst.-Kl\u00e4rschlamments..png\" alt=\"\" width=\"713\" height=\"336\" \/><p id=\"caption-attachment-1468\" class=\"wp-caption-text\">Markus Killinger (Nigl+Mader), Thomas Mader (Gesch\u00e4ftsleiter Nigl+Mader), Bgm. Max K\u00f6berl (Ringelai), Prof. Dr. Alexander-Stefan Arlt (BIUKAT + HAW Landshut), Matthias Obermeier (Nigl+Mader), Philipp Unger (HAW Landshut), Andreas Meinelt und Gerhard Huppmann (beide BIUKAT), Rudolf Kellermann (Waldkirchen), Michael Weish\u00e4upl (Freyung), Meri\u00e7 \u00dcnel (HAW Landshut), Karl-Heinz Kellermann (ZAW Donau-Wald), Bgm. Max Niedermeier (Grafenau)<\/p><\/div>\n<p>Viele Kl\u00e4ranlage sind daher auf die Verbrennung des Kl\u00e4rschlamms umgestiegen. Geeignete Anlagen gibt es bereits, jedoch nicht im untersuchten Gebiet. Die teils aufwendige Trocknung und die notwendige Logistik verursachen erhebliche Kosten f\u00fcr die Kommunen, welche teilweise auch auf die Abwasserentsorgungskosten der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger umgelegt werden. Als das Planungsb\u00fcro Nigl + Mader GmbH mit Matthias Obermeier die Energiemanagert\u00e4tigkeit f\u00fcr die ILE Ilzer Land \u00fcbernahm, wurden mit den verantwortlichen B\u00fcrgermeistern Josef Gutsmiedl aus R\u00f6hrnbach und Max K\u00f6berl aus Ringelai verschiedene Ziele und Aufgaben festgelegt. Ein wichtiges Anliegen der Kommunen war die k\u00fcnftige Kl\u00e4rschlammentsorgung. Es wurden Daten der jeweiligen Kl\u00e4ranlagen gesammelt und gemeinsam mit dem Bayerischen Institut f\u00fcr Umwelt- und Kl\u00e4ranlagentechnologie e.V. (BIUKAT) in Moosburg unter F\u00fchrung des Vorstandes Andreas Meinelt ausgewertet. BIUKAT-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerhard Huppmann leitete eine Expertenrunde im M\u00e4rz 2016, sowie einem Workshop mit anschlie\u00dfender Besichtigung der fortschrittlichen Kl\u00e4ranlage Moosburg im Juni 2016. Im Ergebnis daraus wurde der Grundstein f\u00fcr ein Konzept zur gemeinsamen Kl\u00e4rschlammentsorgung gelegt. Fr\u00fch stand jedoch fest, dass in den Kl\u00e4ranlagen der zw\u00f6lf Ilzer Land Kommunen in Summe zu wenig Kl\u00e4rschlamm f\u00fcr eine eigene Verwertungsanlage anf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 konnte Matthias Obermeier auch die ILE Passauer Oberland, mit dem verantwortlichen B\u00fcrgermeister Georg Steinhofer aus Neukirchen vorm Wald im Zuge der Energiemanagert\u00e4tigkeit f\u00fcr das gemeinsame Konzept gewinnen. Der interkommunale Zusammenschluss unter Leitung von F\u00fcrstensteins B\u00fcrgermeister Stephan Gawlik hatte die zukunftsorientierte Verwertung ebenfalls auf der Aufgabenliste. Auch die St\u00e4dte Freyung und Waldkirchen zeigten gro\u00dfes Interesse an der Arbeit der benachbarten ILE-Verb\u00e4nde. So stiegen die Abwassermeister Michael Weish\u00e4upl und Rudolf Kellermann in die Thematik mit ein.<\/p>\n<p>Die enge Zusammenarbeit der 23 interessierten Kommunen mit dem Planungsb\u00fcro unter Leitung von Thomas Mader, sowie dem Institut BIUKAT weitete sich durch den Vorstand Prof. Dr. Stefan-Alexander Arlt auf die HAW Landshut aus. So konnten an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen im Wintersemester 2017\/18 die Studenten Isabella Ringlstetter und Denis Schuhb\u00f6ck ihre Bachelorarbeiten zum Thema \u201eErarbeitung eines Grobkonzeptes zur Kl\u00e4rschlammentsorgung f\u00fcr die ILE Ilzer Land, die ILE Passauer Oberland und die St\u00e4dte Freyung und Waldkirchen\u201c schreiben. Bei der Pr\u00e4sentation im R\u00f6hrnbacher Rathaus stellte Prof. Dr. Alexander-Stefan Arlt den Verantwortlichen die Bachelorarbeiten, mit den herausgearbeiteten Entsorgungsvarianten vor. Diese Vorschl\u00e4ge enthalten jeweils Kombinationen aus mobiler Eindickung des Kl\u00e4rschlamms vor Ort, einer solaren Trocknungsanlage an einem zentralen Standort sowie der Verwertung in Monoverbrennungsanlagen.<\/p>\n<p>Aus den beiden Abschlussarbeiten ergab sich die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine weitere Bachelorarbeit im Sommersemester 2018. B\u00fcrgermeister Max Niedermeier freut sich, dass die Arbeit von Student Meri\u00e7 \u00dcnel die M\u00f6glichkeit der Abw\u00e4rmenutzung einer Biogasanlage in Grafenau zur Kl\u00e4rschlammtrocknung untersucht. Da ohnehin ein Nahw\u00e4rmenetz geplant ist, erh\u00f6he sich die Chancen, dass Teile der Bachelorarbeit tats\u00e4chlich umgesetzt werden. Auch Karl-Heinz Kellermann, Werkleiter des Zweckverbands Abfallwirtschaft Donau-Wald, arbeitet an Konzepten zur k\u00fcnftigen Kl\u00e4rschlammentsorgung. Eine Zusammenarbeit aller Beteiligten ist durchaus denkbar, best\u00e4tigen die Drahtzieher.<\/p>\n<p>Der Student der HAW Landshut Philipp Unger zeigte ebenfalls gro\u00dfes Interesse an den untersuchten Kl\u00e4ranlagen. Auch die Kl\u00e4ranlage selbst eignet sich hervorragen f\u00fcr eine Bachelorarbeit. So k\u00f6nnten f\u00fcr einzelne Anlagen Energie-Analysen und Energie-Checks im Zuge seiner Abschlussarbeit durchgef\u00fchrt werden. Die in Frage kommenden Kommunen beraten dies aktuell intern und stellen gegebenenfalls ihre Kl\u00e4ranlage der Fakult\u00e4t f\u00fcr Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen zur Verf\u00fcgung. Matthias Obermeier und sein Energiemanager-Kollege Markus Killinger sprachen bei der Pr\u00e4sentation im Namen aller Beteiligten einen gro\u00dfen Dank an alle Abwassermeister der 38 untersuchten Kl\u00e4ranlagen aus. Ohne die erfahrene und fachliche Unterst\u00fctzung der Kl\u00e4rw\u00e4rter w\u00e4re die Datenerhebung zu einer un\u00fcberschaubaren Aufgabe f\u00fcr die Studenten geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage \u201ewohin mit dem Kl\u00e4rschlamm\u201c stellen sich die Kommunen der ILE Ilzer Land, der ILE Passauer Oberland und die St\u00e4dte Freyung und Waldkirchen. 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