{"id":1703,"date":"2018-11-05T12:07:02","date_gmt":"2018-11-05T10:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1703"},"modified":"2018-11-05T12:07:31","modified_gmt":"2018-11-05T10:07:31","slug":"ehrenamtliche-besuchsdienste-erfordern-ausbildung-ile-passauer-oberland-will-vernetzen-absicherung-der-helfer-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1703","title":{"rendered":"Ehrenamtliche Besuchsdienste erfordern Ausbildung \u2013 ILE Passauer Oberland will vernetzen \u2013 Absicherung der Helfer erforderlich"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1707\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0740.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1707\" class=\"size-medium wp-image-1707\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0740-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"183\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1707\" class=\"wp-caption-text\">Sie moderierten und erg\u00e4nzten die Gespr\u00e4che durch ihre Beitr\u00e4ge, v.li. Rudertings B\u00fcrgermeister Rudolf M\u00fcller, Renate Sarembe vom KDFB, ILE-Projektmanagerin Gabriele Bergmann und Konrad Haberger von der Caritas. (Foto Heisl)<\/p><\/div>\n<p>Zu einem Informations- und Austauschnachmittag f\u00fcr Ehrenamtliche und interessierte \u00a0an Besuchsdiensten kamen \u00fcber 20 Personen im Gasthaus Knott in Jacking zusammen. Eingeladen hatte die ILE Passauer Oberland in Zusammenarbeit mit der Gemeindecaritas und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) der Di\u00f6zese Passau. \u00a0Gekommen sind \u00fcberwiegend bereits in den verschiedenen Besuchsdiensten T\u00e4tige.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Rudolf M\u00fcller aus Ruderting, der zusammen mit Josef Schuh aus Witzmannsberg im Handlungsfeld Demographie der ILE Passauer Oberland verantwortlich ist, erl\u00e4uterte eingangs den Anwesenden diesen kommunalen Zusammenschluss. Er zeigte die Vorteile auf, die sich dadurch bei F\u00f6rdermitteln oder Beschaffungen ergeben. Man habe auch schon einiges erreicht bei den Einrichtungen f\u00fcr Senioren, so etwa den Seniorenbus. Renate Sarembe vom KDFB nannte als gro\u00dfes Thema die Vereinsamung der Senioren und Konrad Haberger von der Caritas stieg gleich in die praktische Gruppenarbeit ein, aus der ersichtlich werden sollte, mit was sich die Teilnehmer derzeit besch\u00e4ftigen und was sie heute hierher gef\u00fchrt habe.<!--more--><\/p>\n<p>Als Ergebnis zeigte sich, dass viele schon aktiv in der Seniorenarbeit und im Besuchsdienst t\u00e4tig sind und dass sie gekommen sind, um sich auszutauschen, sich Informationen zu holen, Gleichgesinnte kennen zu lernen und sich Anregungen zu holen, was sie in Zukunft besser machen k\u00f6nnten. Damit hatte Haberger sein Ziel erreicht, Menschen zusammenzubringen. Der Referent erg\u00e4nzte, dass soziale Teilhabe auch eine Form der Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention sei. Daf\u00fcr brauche es f\u00fcr die Senioren Orte der Begegnung und M\u00f6glichkeiten sowie Angebote der Beteiligung. Der Rahmen darum herum m\u00fcsse ein guter und freundlicher sein. Eine gro\u00dfe Bedeutung habe auch der Erfahrungsaustausch bei Demenz.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlich schilderte Renate Sarembe ihre Erfahrungen als Leiterin des Besuchsdienstes in Alten- und Pflegeheimen im Di\u00f6zesanverband des KDFB mit seinen 52 Besuchsdienstleistenden. Besuchsdienste gebe es in Krankenh\u00e4usern, Alten- und Pflegeheimen sowie im h\u00e4uslichen Bereich. Ihr Dienst bestehe seit 2001 und sei ein Netzwerk aus mehreren Beteiligten. Voraussetzung f\u00fcr die Arbeit sei ein Ausbildungskurs, in dem Inhalte aus dem Altsein, Sinn- und Glaubensfragen, aus der Gespr\u00e4chsf\u00fchrung, der Begleitung in schwierigen Lebenssituationen und \u00fcber die Rolle des Besuchsdienstes vermittelt werden. Die Geb\u00fchr betrage 30 Euro.<\/p>\n<p>Geeignet f\u00fcr den Besuchsdienst seien Personen, die sich in andere einf\u00fchlen und Anteil an deren Geschick nehmen k\u00f6nnen, die verschwiegen und zuverl\u00e4ssig seien und die Bereitschaft haben, anderen einen Teil ihrer freien Zeit zu schenken. Besonders Menschen, die nach dem Renteneintritt oder dem Tod des Partners eine Neuorientierung suchen, k\u00f6nnten in dem Dienst Sinn und Wertsch\u00e4tzung erfahren. Der Dienst erfordere aber Regelm\u00e4\u00dfigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverl\u00e4ssigkeit. Besuche w\u00fcrden jede Woche oder im 14-Tage-Rhythmus gemacht.\u00a0 Es gebe eine kleine Aufwandsentsch\u00e4digung. Ausgesucht werden die Bewohner von der Heimleitung, weil die am besten Bescheid wisse, wer keine Besuche bekomme.<\/p>\n<p>Sarembe brachte eine Reihe von Beispielen und schilderte den Ablauf von Besuchen. Am Schluss ging sie auf h\u00e4usliche Besuche ein, ein Thema, das besonders problematisch sei. \u201eIst im Heim vieles durch die Pflegepersonen abgesichert, fehlt das im h\u00e4uslichen Bereich oft\u201c, gab sie zu bedenken. Hier gehe es in den Gespr\u00e4chen oft um ganz andere Inhalte als in den Heimen. Es d\u00fcrften hier auch die Angeh\u00f6rigen nicht \u00fcbergangen werden. F\u00fcr die h\u00e4uslichen Besuche sei eine Ausbildung noch dringender erforderlich, weil dieser Dienst noch viel komplexer sei, schloss Sarembe ihren interessanten Vortrag.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt im ILE Gebiet mehrere Arten von Besuchsdiensten\u201c, betonte Rudolf M\u00fcller. Eine Vernetzung w\u00e4re gut, f\u00fcgte er an. Demographie sei der Schl\u00fcsselbegriff, dazu m\u00fcsse man Ansprechpartner anbieten. Es gelte auch, gute Erfahrungen und Anregungen auszutauschen sowie Probleme wie die versicherungstechnische Absicherung von Helfern sicherzustellen. Ins gleiche Horn stie\u00df auch die Projektmanagerin der ILE Passauer Oberland, Gabriele Bergmann. Es gebe auch schon in den Gemeinden mehrere Hol- und Bring-Service f\u00fcr Senioren. Wichtig sei jetzt die Zusammenarbeit, das im Kontakt bleiben in einer Art Netzwerk.<\/p>\n<p><em>Text und Bild: Josef Heisl<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem Informations- und Austauschnachmittag f\u00fcr Ehrenamtliche und interessierte \u00a0an Besuchsdiensten kamen \u00fcber 20 Personen im Gasthaus Knott in Jacking zusammen. 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