{"id":1949,"date":"2019-05-16T16:07:18","date_gmt":"2019-05-16T14:07:18","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1949"},"modified":"2019-07-18T13:33:29","modified_gmt":"2019-07-18T11:33:29","slug":"exkursion-ins-steirische-vulkanland-begeisterte-viele-anregungen-fuer-oekomodellregion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=1949","title":{"rendered":"Exkursion ins Steirische Vulkanland begeisterte &#8211; Viele Anregungen f\u00fcr \u00d6komodellregion"},"content":{"rendered":"<p>Das Steirische Vulkanland, wie die Region im S\u00fcdosten der Steiermark mit seinen rund 40 Vulkanen genannt wird, war Ziel einer dreit\u00e4gigen Exkursion der elf Gemeinden im Passauer Oberland, ihrer Projektmanager und der zust\u00e4ndigen Vertreter des Amtes f\u00fcr L\u00e4ndliche Entwicklung Niederbayern. Bereits vor einem Jahr hatte man sich das Ziel ausgesucht, weil die steirische Region f\u00fcr ihre sogenannte \u201ePolitik der Inwertsetzung\u201c und eine erfolgreiche Kooperationskultur der wertsch\u00f6pfenden Betriebe dort \u00fcber die Grenzen hinaus bekannt ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_1952\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_135030.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1952\" class=\"wp-image-1952 size-medium\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_135030-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1952\" class=\"wp-caption-text\">Die Teilnehmer der Fahrt vor der Riegersburg im Steirischen Vulkanland, s\u00fcd\u00f6stlich von Graz<\/p><\/div>\n<p>\u201eAls wir das Ziel damals ausgew\u00e4hlt hatten, waren wir uns noch nicht bewusst, dass wir uns als \u00d6komodellregion bewerben, geschweige denn, dass wir ein Jahr sp\u00e4ter tats\u00e4chlich diese Auszeichnung erlangen w\u00fcrden. Somit erhielt diese Fahrt eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr uns\u201c, so ILE-Vorsitzender Stephan Gawlik. \u201eSie war quasi unser ILE-interner Auftakt f\u00fcr die k\u00fcnftige Zusammenarbeit in der neuen \u00d6komodellregion und gab uns allen wertvolle Anregungen\u201c, so Gawlik weiter. Denn die \u00dcberschrift der Fahrt lautete \u201eKooperationen und Inwertsetzung\u201c einer Region. Dies wurde den Teilnehmern dann auch bei den umfangreichen Programmpunkten mehr als deutlich vor Augen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Vulkanland wird gemeinsam die Vision, einen menschlich, \u00f6kologisch und wirtschaftlich zukunftsf\u00e4higen Lebensraum zu gestalten, verfolgt. Anerkannte Markenbetriebe der Region verpflichten sich, den Lebensraum \u201eSteirisches Vulkanland\u201c mitzugestalten. Dadurch st\u00e4rken sie die Regionalwirtschaft, schaffen Wohlstand und Lebensqualit\u00e4t. Die Schwerpunkte bilden die Themen Kulinarik, Handwerk, Lebenskraft und ein gemeinsames Bekenntnis, an der Vision aktiv mitzuarbeiten. Etwa 250 Betriebe geh\u00f6ren zu diesem Netzwerk. Sie treten als Markenbotschafter des Steirischen Vulkanlandes in Erscheinung. Unter ihnen sind Erzeuger \u00f6kologischer Produkte, Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie, Handwerker sowie Dienstleister.<\/p>\n<p><strong>\u201eWas hier w\u00e4chst, hat Wert!\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Die positive Entwicklung des Vulkanlandes und die damit verbundene Wahrnehmung der eigenen, vorhandenen Werte und Sch\u00e4tze wird deutlich, wenn man dort unterwegs ist. Nach dem Motto \u201eWas hier w\u00e4chst, hat Wert!\u201c veredeln die Betriebe im Vulkanland die Ressourcen ihrer Region. Dies gilt f\u00fcr den Schweinebauern ebenso wie f\u00fcr den Obsterzeuger. Sie empfehlen auch gegenseitig ihre Produkte, werben zusammen und sind stolz auf ihren gemeinsamen Erfolg. Dies zeigte sich bereits beim ersten Programmpunkt, der Besichtigung von \u201eVulcano\u201c. Dort dreht sich alles um die Produktion hochwertigen Schinkens, der zu den besten weltweit z\u00e4hlt. Dies liegt insbesondere auch an dem Zugang zu den Tieren und der Art, wie mit ihnen umgegangen wird, wie sie leben. Die Schweine werden mit ausgew\u00e4hlten Getreidesorten hochwertig gef\u00fcttert, die F\u00fctterung selbst dauert l\u00e4nger als normalerweise \u00fcblich und: sie werden artgerecht gehalten. Die St\u00e4lle sind \u00fcberdacht, es gibt viel Auslauf, genug Platz und alles was sie brauchen, um sich wohlzuf\u00fchlen. Davon konnten sich die G\u00e4ste aus dem Passauer Oberland selbst \u00fcberzeugen. Im angegliederten Shop stehen neben allen erdenklichen Schinken und Wurstsorten auch Produkte der Kooperationspartner aus der Region zur Auswahl.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_145240.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1956\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_145240-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_145458.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1958\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_145458-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_144412.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1954\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190508_144412-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Besuch der kleinen Brauerei von Lava-Br\u00e4u mit der Besichtigung der Mikrobrauanlage und einem Vortrag zur Philosophie der Wertsch\u00e4tzung im Vulkanland sowie ein abendlicher Spaziergang zu einem Obstbauern, der auf rund acht Hektar etwa 20 Obstsorten anbaut und zu S\u00e4ften, Nektaren und Obstdestillaten verarbeitet, rundeten den ersten Tag ab.<\/p>\n<p><strong>\u201eIn-Wert-Setzung\u201c einer Region &#8211; Kooperationskultur<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1957\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_093027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1957\" class=\"wp-image-1957 size-medium\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_093027-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1957\" class=\"wp-caption-text\">Vulkanland Obmann Josef Ober f\u00fchrte in seinem Vortrag die Bedeutung von Respekt und Achtsamkeit gegen\u00fcber der Natur und der eigenen Region vor Augen<\/p><\/div>\n<p>Einen beeindruckenden Vortrag zur \u201ePolitik der Inwertsetzung\u201c und der \u00fcbergreifenden Zusammenarbeit und Wertsch\u00e4tzung untereinander hielt am zweiten Tag der Exkursion der Pionier dieser vorbildlichen Entwicklung, B\u00fcrgermeister Josef Ober aus Feldbach. Er empfing die Delegation aus dem Passauer Oberland im Heimatmuseum im Tabor in Feldbach. Josef Ober ist auch der Obmann f\u00fcr den Verbund aus 33 Gemeinden im Steirischen Vulkanland. Vor rund 20 Jahren \u2013 als das Vulkanland noch Grenzregion Europas war und sich auch so f\u00fchlte \u2013 begann er seine Vision in der Region zu verbreiten und engagiert daf\u00fcr zu werben. Heute z\u00e4hlt das Steirische Vulkanland zu den Vorzeigeregionen \u00d6sterreichs und genie\u00dft sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb der Landesgrenzen einen hervorragenden Ruf. \u201eDies war ein langer Prozess, dessen muss man sich bewusst sein\u201c, wie Josef Ober in seinem Vortrag die G\u00e4ste aus dem Passauer Oberland wissen lie\u00df. Sein Credo lautet: \u201eWir m\u00fcssen die Grundlagen unserer Existenz wieder wertsch\u00e4tzen und mit ihnen achtsamer umgehen\u201c.<\/p>\n<p>Mit einem Fachgespr\u00e4ch \u00fcber die Familienarbeit in der Stadt Feldbach endete der Vormittag des zweiten Reisetages. Ursula Krotschek stellte insbesondere das Projekt zur Eltern-Kind-Bildung dar. So gibt es einen \u201eBildungspass\u201c f\u00fcr Familien mit einem Wert in H\u00f6he von 400 \u20ac. Damit k\u00f6nnen die Eltern zusammen mit den Kindern im Alter von einem bis zu sechs Jahren verschiedene Module wie Vortr\u00e4ge, Workshops etc. zu unterschiedlichen Themen oder Fragestellungen besuchen. F\u00fcr die Jugendarbeit in der rund 14.000 Einwohner umfassenden Stadt Feldbach, die aus vielen einzelnen Ortsteilen besteht, steht eine eigene Jugendreferentin zur Verf\u00fcgung. Ebenso habe man ein Jugendzentrum, das h\u00e4ufig f\u00fcr Veranstaltungen genutzt werde, so die Ausf\u00fchrungen der st\u00e4dtischen Mitarbeiterin.<\/p>\n<p>Weitere Stationen zum Thema Kooperationskultur waren die Vorstellung der Caldera-Produktion, eines exklusiven reinsortigen Obstweines. Unter der Marke Caldera haben sich sieben Betriebe aus dem Vulkanland zusammengeschlossen. Auch gibt es eine Winzergemeinschaft mit 72 Betrieben, die unter anderem Schulungen f\u00fcr ihre Betriebe gemeinsam organisieren. Aber auch Handwerksbetriebe, wie beispielsweise zw\u00f6lf Tischler der Region, haben sich zu ihrer Wertegemeinschaft \u201eTischler Vulkanland Steiermark\u201c vereint. Der Betrieb der Tischlerei und Einrichtungswerkst\u00e4tte Gross in Fehring wurde hierzu besucht. Er wurde heuer mit dem Innovationspreis der Region ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>\u201eSchau dem Essen in die Augen\u201c \u2013 Achtung vor der Natur<\/strong><\/p>\n<p>Ein H\u00f6hepunkt der Reise war die Besichtigung des wohl bekanntesten Kulinarik-betriebs der Region, der Schokoladenmanufaktur von Josef Zotter mit dem angrenzenden \u201eEssbaren Tiergarten\u201c. Zun\u00e4chst f\u00fchrte der Weg in die Welt der Schokolade und Josef Zotter pers\u00f6nlich stimmte die Besuchergruppe aus Bayern auf seine Philosophie ein. Nur die besten Kakaosorten sind gut genug f\u00fcr seine \u00f6kologisch hergestellten Schokoladenkreationen. In seiner Manufaktur k\u00f6nnen Besucher den Weg der Bohne von der R\u00f6sterei bis zur fertigen Schokolade \u00fcber gl\u00e4serne G\u00e4nge verfolgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_171710.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1960\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_171710-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_160705.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1959\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_160705-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_162811.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1962\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_162811-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><br \/>\nNeben seiner Schokoladenmanufaktur betreibt Zotter auf rund 68 ha biologische Landwirtschaft mit vielen vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen, energieautark und einem geschlossenen \u00d6ko-Kreislauf. Im sogenannten \u201eEssbaren Tiergarten\u201c setzt er auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation. Tiere und Pflanzen sind Lebewesen und keine Produkte. Deshalb sollen sie auch mit Achtung und Liebe behandelt werden. Es war immer Josef Zotters Traum, sich selbst versorgen zu k\u00f6nnen und autark zu sein. Mit dem \u201eEssbaren Tiergarten\u201c hat er seinen Traum wahrgemacht und bittet alle Besucher in seiner \u201e\u00d6ko-Essbar\u201c zu Tisch, um zu genie\u00dfen, was im Tiergarten gedeiht. Seine Empfehlung: \u201eSchau dem Essen in die Augen!\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_180124.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1955\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_180124-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_173455.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1963\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_173455-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_192144.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1964\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190509_192144-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><br \/>\nMit einer Menge an Informationsmaterial, Eindr\u00fccken und Denkanst\u00f6\u00dfen verlie\u00dfen die 30 Reiseteilnehmer das Steirische Vulkanland. Man war sich einig, viele Impulse erhalten und auch einige Gemeinsamkeiten entdeckt zu haben. Auf jeden Fall hat man eine Region und Menschen kennengelernt, mit der sich die Passauer Oberland Gemeinden verbunden f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Steirische Vulkanland, wie die Region im S\u00fcdosten der Steiermark mit seinen rund 40 Vulkanen genannt wird, war Ziel einer dreit\u00e4gigen Exkursion der elf Gemeinden im Passauer Oberland, ihrer Projektmanager und der zust\u00e4ndigen Vertreter des Amtes f\u00fcr L\u00e4ndliche Entwicklung Niederbayern. 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