{"id":2611,"date":"2020-09-16T12:15:44","date_gmt":"2020-09-16T10:15:44","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=2611"},"modified":"2020-09-16T12:18:34","modified_gmt":"2020-09-16T10:18:34","slug":"radltour-entlang-der-wertschoepfung-von-bio-getreide-in-der-oeko-modellregion-passauer-oberland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=2611","title":{"rendered":"Radltour entlang der Wertsch\u00f6pfung von Bio-Getreide in der \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Dieses Jahr feiern in Bayern die Bio-Erlebnistage ihr 20-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Trotz der gegebenen Umst\u00e4nde ist es gelungen, einige sch\u00f6ne Veranstaltungen zu organisieren. Bayern<a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/APJS4950-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2619 alignright\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/APJS4950-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>weit findet bis zum 04. Oktober eine Vielfalt an Veranstaltungen statt, um einen Blick hinter die Kulissen des \u00d6kolandbaus zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>An einem Samstag Mitte September machten sich in der \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland aktive Radlerinnen und Radler auf, die Wertsch\u00f6pfung von Bio-Getreide in der Region genauer unter die Lupe zu nehmen. Walter Dankesreiter, ein Bio-Landwirt aus Otterskirchen (Windorf), begr\u00fc\u00dfte uns am Vormittag auf seinem Hof, der zugleich den Startpunkt unserer Radltour darstellte. Zwar kann Mitte September kein Getreidebestand mehr auf dem Feld besichtigt werden, nichtsdestotrotz konnte er uns anschaulich anhand verschiedener Getreidearten vermitteln, was hinter dem Anbau von Bio-Getreide steckt. Ein Schwerpunkt des Betriebes liegt zudem in der Haltung von Milchvieh, so konnten wir es uns nat\u00fcrlich nicht nehmen lassen, den Stall zu besichtigen und die Rinder auf der Weide zu beobachten. Den Abschluss der Betriebsbesichtigung bildeten 2 Fl\u00e4chenbegehungen, zum einen ein Kartoffelacker und zum anderen eine Futterfl\u00e4che f\u00fcr die Tiere.<\/p>\n<p>Die Radlerinnen und Radler schwangen sich im Anschluss in den Sattel, um das 13 km entfernte Haselbach (Tiefenbach) zu erreichen, wo sich der Getreidehandel Dankesreiter befindet. Die Dankesreiters reinigen und handeln Bio-Getreide, zudem stellen sie Vollkornmehle her. Das Getreide wird aus einem Umkreis von etwa 50 km bezogen. Dem allgemeinen Preisdruck auf dem Getreidemarkt will man sich hier nicht unterwerfen, langj\u00e4hrige, faire Handelsbeziehungen und Regionalit\u00e4t stehen im Vordergrund. Jeder entlang der Wertsch\u00f6pfungskette soll den monet\u00e4ren Anteil bekommen, den er zur Produktion, Verarbeitung oder Veredlung ben\u00f6tigt. Einige wichtige Abnehmer des Getreidehandels Dankesreiter sind die B\u00e4ckereien im Umkreis. Hierzu geh\u00f6ren die Biob\u00e4ckerei Wagner GmbH, die Landb\u00e4ckerei Kerscher GmbH und die Bio-Holzofenb\u00e4ckerei Grafm\u00fchle\/ Thyrnau. Zudem werden der eigene Hofladen, kleinere Dorfl\u00e4den und Lebensmittelgesch\u00e4fte mit Bio-Getreide und Bio-Mehle best\u00fcckt.<\/p>\n<p>Nach dem Rundgang auf dem Betrieb der Dankesreiters ging die Radltour weiter zur Biob\u00e4ckerei Wagner am Zugsberg in Tiefenbach. Nach einer St\u00e4rkung zum Mittag stand uns Hans Peter Wagner zur Verf\u00fcgung, der uns die Geschichte und die Philosophie der Biob\u00e4ckerei Wagner n\u00e4her brachte. Auch wenn die R\u00e4umlichkeiten der Schaub\u00e4ckerei aufgrund der derzeitigen Situation nicht besichtigt werden konnten, haben wir einige interessante Dinge in Erfahrung gebracht. Handwerkliches K\u00f6nnen und der Bezug der Getreiderohware aus der Region &#8211;\u00a0 wenn m\u00f6glich in bio &#8211; standen bereits Anfang der 80er Jahre hoch oben in der Priorit\u00e4tenliste der Biob\u00e4ckerei. Zu dieser Zeit war es nicht wirklich einfach, ausreichende Menge und Qualit\u00e4t an Bio-Getreide aus der Region zu erhalten. Doch man hat sich den Herausforderungen gestellt und so konnte man Schritt f\u00fcr Schritt die gesamte Produktion auf bio umstellen, sodass seit 2007 rein biologisch gewirtschaftet wird. Auch wenn nicht alle Produkte aus der Region bezogen werden k\u00f6nnen &#8211; so ist etwa die Herstellung von Vanille oder Zimt in unseren Breiten schwierig &#8211; ist in der Biob\u00e4ckerei Wagner immer noch die Devise: was wir in der Region bekommen, beziehen wir aus der Region!<\/p>\n<p>Anhand der 3 Betriebe konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Radltour die Wertsch\u00f6pfung von Bio-Getreide sehr gut nachverfolgen. Nun liegt es an uns Verbraucherinnen und Verbraucher, dass regionale Wertsch\u00f6pfungsketten auch in Zukunft erhalten und zudem weiter ausgebaut werden k\u00f6nnen. Alle drei Betriebe, die besichtigt wurden, haben gemeinsam, dass auch die junge Generation Verantwortung in den Betrieben \u00fcbernimmt. Wer kann dann hier wiedersprechen, dass bioregionale Wertsch\u00f6pfungsketten die Zukunft darstellen?<\/p>\n<p>Als Dankesch\u00f6n f\u00fcr das Engagement der Betriebsleiter im Rahmen der Radltour \u00fcbergab Rudolf M\u00fcller, verantwortlicher B\u00fcrgermeister der \u00d6ko-Modellregion und B\u00fcrgermeister in Ruderting, an die Akteure als Dankesch\u00f6n ein Weinregal, das von \u201aJet 2000\u2018, einem in F\u00fcrstenstein angesiedelten K\u00fcnstler, produziert wurde.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr feiern in Bayern die Bio-Erlebnistage ihr 20-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Trotz der gegebenen Umst\u00e4nde ist es gelungen, einige sch\u00f6ne Veranstaltungen zu organisieren. Bayernweit findet bis zum 04. 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