{"id":3110,"date":"2021-10-21T18:08:16","date_gmt":"2021-10-21T16:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=3110"},"modified":"2021-10-21T18:08:16","modified_gmt":"2021-10-21T16:08:16","slug":"mit-dem-radl-von-hof-zu-hof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=3110","title":{"rendered":"Mit dem Radl von Hof zu Hof"},"content":{"rendered":"<p>Die Gemeinden der ILE Passauer Oberland wurden im Jahr 2019 als \u201eStaatlich anerkannte \u00d6ko-Modellregion\u201c ausgezeichnet, insgesamt gibt es 27 dieser Regionen in Bayern. Unter dem federf\u00fchrenden B\u00fcrgermeister Christian F\u00fcrst organisierte die Projektmanagerin Barbara Messerer im September ein buntes Programm, das Verbraucherinnen und Verbrauchern die Vielfalt an biologischen Produkten aus der Region aufzeigte. Ein H\u00f6hepunkt war dabei die veranstaltete Bio-Radl-Tour unter dem Motto \u201eLandbewirtschaftung neu gedacht!\u201c. Regionale Initiativen und \u00f6kologisch wirtschaftende Betriebe standen dabei im Fokus. Startpunkt der Tour war Solidarischen Landwirtschaft in Kirchberg v. W., weiter ging es zum Biohof Reinhardt nach Vilshofen und schlie\u00dflich zur \u00f6kologischen Landwirtschaft am Stelzlhof.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">B\u00fcrgermeister Christian F\u00fcrst begr\u00fc\u00dfte die Radlerinnen und Radler auf der Fl\u00e4che der Solidarischen Landwirtschaft in Kirchberg vorm Wald. \u201eDie \u00d6ko-Modellregion erstreckt sich \u00fcber die elf Gemeinden der ILE Passauer Oberland. Mit der Radl-Tour wollen wir Euch regional wirtschaftende Bio-Betriebe und Initiativen vorstellen\u201c, so F\u00fcrst.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20210911_091751-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3117 alignright\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20210911_091751-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"227\" \/><\/a><br \/>\nAnna-Lena Feist, gemeinsam mit Daniel Feist eine Initiatorin der Solidarischen Landwirtschaft in Krichberg v.W., ging zu Beginn auf die Gr\u00fcndungsphase ein,\u00a0die 2021 stattgefunden hat: \u201eAus dem Gedanken der Selbstversorgung heraus haben Daniel und ich uns entschlossen, eine Solidarische Landwirtschaft zu gr\u00fcnden.\u201c Bei der Suche nach einer landwirtschaftlichen Fl\u00e4che wurden die beiden bei Josef Fischl f\u00fcndig, der Ihnen eine f\u00fcr den Gem\u00fcseanbau geeignete Fl\u00e4che verpachtet. Der im Fr\u00fchjahr gegr\u00fcndete Verein ist zwischenzeitlich auf \u00fcber 35 Mitglieder angewachsen, 25 Ernteanteile werden in Form von w\u00f6chentlichen Gem\u00fcsekisten an die Mitglieder ausgegeben. \u201eF\u00fcr das n\u00e4chste Jahr setzen wir uns zum Ziel, die Anzahl der Ernteanteile auf 40 zu erh\u00f6hen, langfristig wollen wir etwa 80 Ernteanteile ausgeben\u201c, so Daniel Feist, der den Teilnehmern der Tour zudem Ihre Vorgehensweise beim Anbau der Kulturen erl\u00e4uterte.<\/p>\n<p>Gemeinsam schwangen sich die 30 Teilnehmer auf ihre R\u00e4der und steuerten den Bio-Betrieb Reinhardt in Vilshofen an. <a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image00022-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3115 alignright\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image00022-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Die Familie Reinhardt h\u00e4lt Schafe, Gefl\u00fcgel und Schweine in Freilandhaltung. Die Futtermittel stammen von eigenen Fl\u00e4chen, auf denen die f\u00fcr die Tiere notwendigen Futtermischungen erzeugt werden. F\u00fcr Heinrich Reinhart ist die biologische Landwirtschaft \u201eder Weg, das ist die Zukunft\u201c. Die Anwendung von Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat, wie es in der konventionellen Landwirtschaft angewendet wird, sind f\u00fcr ihn dabei nicht der gangbare Weg. \u201eZu einer biologischen Bewirtschaftung geh\u00f6ren jedoch auch die Reduzierung von<\/p>\n<p>\u00a0Lebensmittelabf\u00e4llen und die saisonale, regionale Ern\u00e4hrung mit hochwertigen Lebensmitteln, hier sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt\u201c, so Heinrich Adam Reinhardt. Als Besonderheit k\u00f6nnen auf dem Betrieb Bio-Weideschweine \u201ageleast\u2019 werden. So kann den Tieren ein tiergerechtes Leben unter freiem Himmel und im Stall auf Stroh erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die zweite Etappe der gemeinsamen Tour f\u00fchrte die Gruppe nach Passau zum Stelzlhof. Nach einer Einkehr zum Mittag im Bio-Wirtshaus \u201eZum Fliegerbauer\u201c<a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image00036-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3116 alignright\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image00036-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> stelle Michael Heindl, P\u00e4chter und Bewirtschafter der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen den Stelzlhof vor. Die Gestaltung der Fruchtfolge des Betriebes ist von dem Ansatz gepr\u00e4gt, Lebensmittel f\u00fcr den Menschen zu erzeugen. \u201eBeim Dinkelanbau kooperieren wir mit der Bio-B\u00e4ckerei Wagner, mit der wir l\u00e4ngerfristige Preisabsprachen treffen k\u00f6nnen. So sind wir nicht den unmittelbaren Schwankungen am Lebensmittelmarkt unterworfen. Der Hafer geht an Antersdorfer Bio-M\u00fchle nach Simbach am Inn, auch die Sojaernte wird zur Produktion von Tofu als Speiseware eingesetzt.\u201c, so Michael Heindl. Zudem ist f\u00fcr einen viehlosen biologischen Ackerbau der Humusaufbau auf den Fl\u00e4chen von besonderer Bedeutung. Erreicht wird dies durch den Anbau von Kleegras und einer Futtermist-Kooperation mit einem Bio-Gefl\u00fcgelbetrieb in der Gemeinde Salzweg.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemeinden der ILE Passauer Oberland wurden im Jahr 2019 als \u201eStaatlich anerkannte \u00d6ko-Modellregion\u201c ausgezeichnet, insgesamt gibt es 27 dieser Regionen in Bayern. 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