{"id":4005,"date":"2024-02-27T16:27:34","date_gmt":"2024-02-27T14:27:34","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4005"},"modified":"2024-02-27T16:27:34","modified_gmt":"2024-02-27T14:27:34","slug":"die-biodiversitaet-ist-das-immunsystem-unserer-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4005","title":{"rendered":"\u201eDie Biodiversit\u00e4t ist das Immunsystem unserer Erde\u201c"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"article__subtitle\">Fachvortr\u00e4ge zum Thema Bodengesundheit im Staatsgut Kringell<\/h2>\n<div class=\"article__teaser\">Sehr gut besucht war die Fachveranstaltung \u201eDen Boden im Blick: Wissen von Biopraktiker:innen\u201c am Dienstag, 06. Februar 2024. Im voll besetzten \u00d6ko-Lehrsaal des Staatsgutes Kringell referierten Hans Schiefereder (Bioland-Berater und Bodenpraktiker-Trainer), Katharina Loibl (Biokreis-Beraterin) und Stefan Wipplinger (Wasserberater AELF Passau) vor einem interessierten Publikum aus Landwirt:innen, Verbandsberater:innen und weiteren Akteur:innen aus der Region.<\/div>\n<div class=\"article__content\">\n<p>Hans Schiefereder stellte in seinem Vortrag zur regenerativen Landwirtschaft die wichtige Rolle eines humusreichen und lebendigen Bodens als Grundlage f\u00fcr eine funktionierende und zukunftsbest\u00e4ndige Landwirtschaft heraus. Er pl\u00e4dierte daf\u00fcr, durch das Bewusstsein f\u00fcr die richtigen Bewirtschaftungsmethoden fruchtbare, resiliente und \u201eklimafitte\u201c B\u00f6den zu f\u00f6rdern, wobei das Zusammenspiel von Bodenchemie, -physik und -biologie hierf\u00fcr die entscheidende Grundlage ist. Ebenso wichtig ist es, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedeutungen von Unkr\u00e4utern als Zeigerpflanzen zu entwickeln. Nur so k\u00f6nnen Landwirt:innen den Zustand ihrer B\u00f6den und die Bodenbed\u00fcrfnisse noch besser verstehen und das Handeln auf dem Feld danach ausrichten. \u201eDie Intelligenz der Pflanzen darf nicht untersch\u00e4tzt werden. Wir sind nicht die Krone der Sch\u00f6pfung, sondern nur ein Teil davon und sollten der Natur gegen\u00fcber dem\u00fctig sein\u201c, beendete Schiefereder seinen Vortrag.<\/p>\n<p>Katharina Loibl schloss daraufhin mit ihrem Vortrag zur nachhaltigen Gr\u00fcnlandbewirtschaftung an. Dauergr\u00fcnland gezielt nach Pflanzengesellschaften zu nutzen, macht laut der Biokreis-Beraterin aus mehrerlei Hinsicht Sinn, da es einerseits dem Erhalt der Biodiversit\u00e4t dient und andererseits auch die Ertragsf\u00e4higkeit und Wirtschaftlichkeit der Betriebe sichert. Es ist also wichtig, die Nutzungsart und -intensit\u00e4t auf die Fl\u00e4che abzustimmen, um m\u00f6glichst optimal wirtschaften zu k\u00f6nnen. Auch stellte sie den Bezug zu den Zeigerpflanzen her, um Bewirtschaftungsfehler erkennen und korrigieren zu k\u00f6nnen. Artenreiche Best\u00e4nde, sowie auch die Errichtung von Agroforstsysteme sind toleranter und resilienter in Hinblick auf den Klimawandel und die immer trockener werdenden Sommer.<\/p>\n<p>Als dritter Referent des Tages sprach Stefan Wipplinger vom AELF Passau zum Thema Wasserr\u00fcckhalt in der Land(wirt)schaft. Er berichtete, dass die Regenerosivit\u00e4t, Stark- und Dauerregen, sowie Trockenperioden in Bayern \u00fcber die letzten Jahre zunahmen und stellte in Hinblick darauf erfolgreiche Strategien und Handlungsm\u00f6glichkeiten zum Regenr\u00fcckhalt f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe dar: Neben einer vielf\u00e4ltigen Fruchtfolge, Mulchsaat oder Untersaat, der Anlage von Pufferstreifen und der Minimierung mechanischer Bodenbelastung sollte Dauerbegr\u00fcnung der Fl\u00e4chen, sowie die F\u00f6rderung des Bodenlebens anzustrebende Ziele und effektive Ma\u00dfnahmen sein. Zudem erl\u00e4uterte der Wasserberater die ABAG-Formel und verdeutlichte anschaulich anhand eines Videobeitrags, dass ein begr\u00fcnter Boden weniger erosionsgef\u00e4hrdet ist als ein blank liegender. Marco Denic vom Landschaftspflegeverband Passau betreut das Flussperlmuschelprojekt \u201eMara\u201c und stellt fest, dass der Zusammenhang von Landwirtschaft und Wasserqualit\u00e4t in den Gew\u00e4ssern oft nicht ausreichend betrachtet wird. Er appelliert, nicht nur Einzelma\u00dfnahmen zu ergreifen, sondern eine Vielfalt an M\u00f6glichkeiten zur Stabilisierung der Strukturen anzuwenden und somit unter anderem Barrieren f\u00fcr den Wasserabfluss zu schaffen.<\/p>\n<p>Pia Auberger, Projektmanagerin der \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland bedankt sich herzlich bei allen Refererent:innen, sowie bei den Teilnehmer:innen des Vortragstages und gibt einen kurzen Ausblick auf voraussichtlich folgende Veranstaltungen dieser Reihe. Gemeinsam mit dem AELF Passau sollen weitere Informationsveranstaltungen f\u00fcr landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Passau angeboten werden, denn \u201edie Resonanz der Teilnehmer:innen auf das Fortbildungsangebot der \u00d6ko-Modellregionen ist sehr positiv\u201c, so Auberger.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung reihte sich ein in die von den \u00d6ko-Modellregionen Passauer Oberland und Ilzer Land organisierten Vortragsreihe. Gemeinsam mit dem Amt f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten Passau und der Landesvereinigung f\u00fcr den \u00f6kologischen Landbau in Bayern e.V. laden die \u00d6ko-Modellregionen zu Fachvortr\u00e4gen \u00fcber aktuelle landwirtschaftliche Themen ein.<\/p>\n<\/div>\n<p>Bild: \u00a9 \u00d6MR Ilzer Land<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fachvortr\u00e4ge zum Thema Bodengesundheit im Staatsgut Kringell Sehr gut besucht war die Fachveranstaltung \u201eDen Boden im Blick: Wissen von Biopraktiker:innen\u201c am Dienstag, 06. 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