{"id":4277,"date":"2024-07-03T12:06:41","date_gmt":"2024-07-03T10:06:41","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4277"},"modified":"2024-07-03T12:07:44","modified_gmt":"2024-07-03T10:07:44","slug":"beeindruckende-ile-exkursion-nach-oberbayern-besuch-von-vier-kommunen-mit-viel-praxiseinblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4277","title":{"rendered":"Beeindruckende ILE-Exkursion nach Oberbayern &#8211; Besuch von vier Kommunen mit viel Praxiseinblick"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im zweij\u00e4hrigen Turnus unternehmen die elf ILE-Gemeinden des Passauer Oberlandes eine fachliche Exkursion. Dieses Jahr besuchten sie in zwei Tagen vier oberbayerische Kommunen.\u00a0Die 20-k\u00f6pfige Delegation, bestehend aus B\u00fcrgermeistern, Gesch\u00e4ftsleitern und ILE-Verantwortlichen, stie\u00df dabei auf gro\u00dfe Gastfreundschaft, kompetente Ansprechpartner und beeindruckende Projekte. Diese Fachexkursion stand ganz im Zeichen des Klimaschutzes und einer zukunftsweisenden Innen- und Siedlungsentwicklung.<\/p>\n<p>Erste Station war die Stadt Moosburg an der Isar. Dort war man bereits am fr\u00fchen Vormittag mit B\u00fcrgermeister Josef Dollinger, der Klimaschutzmanagerin und einem Ansprechpartner der \u201eSolarfreunde Moosburg\u201c verabredet, um das Wohnbaugebiet \u201eAmperauen\u201c zu besichtigen. Es gilt als Baugebiet der Zukunft und ist ein Vorzeigeprojekt f\u00fcr klimafreundliches Bauen. Die Stadt Moosburg ging den Weg, fossile Energietr\u00e4ger im gesamten Baugebiet auszuschlie\u00dfen und das auch \u00fcber die Grundst\u00fcckskaufvertr\u00e4ge entsprechend festzuschreiben. Angesto\u00dfen wurde das Projekt \u00fcber die \u201eSolarfreunde Moosburg\u201c, einem seit 20 Jahren bestehenden Verein, der mittlerweile \u00fcber 600 Mitglieder z\u00e4hlt.\u00a0 Als \u201eZuckerl\u201c f\u00fcr die Bauwilligen legte die Stadt Moosburg diverse kommunale F\u00f6rderprogramme auf. Anschlie\u00dfend ging es zum st\u00e4dtischen Kindergarten im Wohngebiet, der selbstverst\u00e4ndlich unter denselben Richtlinien erbaut worden ist. Dieser wurde eingehend besichtigt.<\/p>\n<p>Im Anschluss an diese Vor-Ort-Begehungen fand ein Austausch im Tagungsraum eines nahe gelegenen Gasthofes statt, bei dem sowohl die Klimaschutzmanagerin der Stadt Moosburg, Melanie Falkenstein, als auch ein Vorstandsmitglied der \u201eSolarfreunde Moosburg\u201c ausf\u00fchrlichen Einblick in ihre Arbeit gew\u00e4hrten.<\/p>\n<p><strong><em>Windr\u00e4der versorgen 6.300 Haushalte<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Weiter ging es nach der Mittagspause nach Pfaffenhofen an der Ilm. Dort wurde man im Rathaus von B\u00fcrgermeister Thomas Herker empfangen. Mitarbeiter des Sachgebiets Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Pfaffenhofen erl\u00e4uterten in einem anschaulichen Vortrag die Anstrengungen, die die Stadt in Sachen Klimaschutz und Klimawandel unternimmt. Die Stadt setzt seit vielen Jahren konsequent auf erneuerbare Energien. Bereits 2013 wurde ein Klimaschutzkonzept erstellt. In der Kreisstadt gibt es kostenlosen \u00d6PNV f\u00fcr alle, 100 % sauberen lokalen Strom, eine Bodenallianz mit 100 Landwirten und seit 2010 wurde der CO2-Aussto\u00df pro Kopf um 2 Tonnen reduziert! Mittlerweile gibt es auch einen B\u00fcrgerwindpark mit drei Windr\u00e4dern. Sie werden rund 6.300 Haushalte mit sauberer Energie versorgen. Eines davon wurde im Anschluss an den Austausch im Rathaus besichtigt. Beeindruckend stellte der Vorstandsvorsitzende der B\u00fcrgerenergiegenossenschaft, Andreas Herschmann, die Enercon-Anlage mit 4,2 Megawatt-Leistung und einem Rotorduchmesser von 138 m sowie einer Nabenh\u00f6he von 160 m vor.<\/p>\n<p>Das Projekt Pfaffenhofener Bodenallianz wurde im Anschluss daran beim Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs vorgestellt. Sie hat das Ziel, gemeinsam mit B\u00fcrgern und Landwirten gesunde, fruchtbare B\u00f6den und die biologische Vielfalt zu erhalten, wiederherzustellen und zu sch\u00fctzen. Die Mitglieder der Allianz werden \u00fcber Informationsveran-staltungen und Exkursionen ausgewiesener Fachleute an die f\u00fcr sie relevanten Themen herangef\u00fchrt. In Pfaffenhofen gibt es einen einstimmige Stadtratsbeschluss, um die Landwirte zu unterst\u00fctzen. Es werden daf\u00fcr 120.000 Euro bereitgestellt.<\/p>\n<p><strong><em>Energielehrpfad und Energied\u00f6rfer in Glonn<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am darauffolgenden Tag ging es weiter in den Markt Glonn im Landkreis Ebersberg. Glonn ist Mitglied und Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft von sechs Gemeinden. B\u00fcrgermeister Josef Oswald empfing seine niederbayerischen Amtskollegen samt Anhang im Glonner Rathaus zur Vorstellung seiner Gemeinde und ihrer Aktivit\u00e4ten in Sachen Energieeinsparung. Der B\u00fcrgermeister berichtete, dass man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt hatte, bis 2020 die Energiewende zu schaffen. Man habe das zwar nicht ganz erreicht, aber man sei weiterhin auf einem guten Weg. \u00dcber den im Landkreis Ebersberg verf\u00fcgbaren \u201eEberstrom\u201c, k\u00f6nnen 100 % regenerative Energie bezogen werden. Bereits im Jahr 2014 hatte man in Glonn einen Energienutzungsplan erstellen lassen. Besonders beeindruckt waren die G\u00e4ste aus Niederbayern von der Anzahl der im Glonner Marktbereich vorhandenen W\u00e4rmenetze, die fast ausschlie\u00dflich von privaten Betreibern errichtet wurden. Ein Gro\u00dfteil des Ortskerns ist an eines dieser vier W\u00e4rmenetze angeschlossen. Auf dem Energielehrpfad, der durch den Ort f\u00fchrt, ging man anschlie\u00dfend ein paar Schritte. In drei Schleifen f\u00fchrt der Pfad an 25 Stationen vorbei. Zum Abschluss fuhr man noch ins \u201eEnergiedorf\u201c Schlacht, wo eine Holzvergaser-Anlage zur Strom- und W\u00e4rmegewinnung sowie eine Hackschnitzelheizung mit Netz besichtigt wurden. Alle Haushalte in Schlacht sind daran angeschlossen.<\/p>\n<p><strong><em>Weyarner Klosteranger \u2013 \u201eausgezeichnete\u201c Mehrgenerationenanlage<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Als letzte Station der Exkursion stand das rund 25 Kilometer von Glonn entfernte Weyarn auf dem Programm. Dort wartete B\u00fcrgermeister Leonhard W\u00f6hr auf die Gruppe. Er nahm sich zwei Stunden Zeit, um bei einem Rundgang die Bebauung des Klosterangers zu erl\u00e4utern. Am zentral im Ort gelegenen Weyarner Klosterareal waren Geb\u00e4ude abgerissen und neu \u2013 in moderner Anlehnung zur Klosteranlage \u2013 erbaut worden. Dar\u00fcber hinaus wurde der gesamte Klosteranger mit einer Tiefgarage versehen, sodass die Anwohner frei sind von oberirdischem Verkehr. Ein Gro\u00dfteil der Anlage besteht aus sieben Mehrgenerationenh\u00e4usern mit je 10 Wohneinheiten sowie einigen Reihenh\u00e4usern. Die gesamte Anlage f\u00fcgt sich architektonisch ausgezeichnet ins Bild des Voralpenlandes ein und bietet ihren Bewohnern h\u00f6chsten Wohnwert. \u201eAusgezeichnet\u201c im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Anlage wurde mit dem deutschen \u201eDesign Award 2020\u201c geehrt. Davon konnte sich die Besuchergruppe auf ihrem gef\u00fchrten Rundgang \u00fcberzeugen. B\u00fcrgermeister W\u00f6hr gab Einblick in viele Details der Planung und Beispiele des Zusammenlebens von Alt und Jung. So gibt es beispielsweise neben dem B\u00fcrgerraum auch einen Gemeinschaftsgarten sowie \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen, die allen Gemeindeb\u00fcrgern offenstehen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend bleibt zu erw\u00e4hnen, dass es an allen bereisten Orten und Kommunen dieser Exkursion engagierte Menschen aus der Bev\u00f6lkerung gegeben hat und gibt, die einen Gro\u00dfteil zum Gelingen der aufgezeigten Projekte und Entwicklungen beitragen. Daher muss sich jede Gemeinde gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wenn es motivierte, interessierte und engagierte \u201eAntreiber\u201c gibt, die ihre Gemeinden auf dem Weg in die Zukunft unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>ILE-Vorsitzender B\u00fcrgermeister Stephan Gawlik dankte an jedem der besuchten Orte den Gastgebern f\u00fcr die ausf\u00fchrlichen Informationen und Einblicke, die man erhalten hatte. Er bezeichnete die Exkursion als \u201esehr gelungen\u201c und lobte ILE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Gabriele Bergmann f\u00fcr die perfekte, professionelle Organisation.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; images=&#8220;4281,4282,4283,4284&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im zweij\u00e4hrigen Turnus unternehmen die elf ILE-Gemeinden des Passauer Oberlandes eine fachliche Exkursion. 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