{"id":4357,"date":"2024-09-19T08:12:02","date_gmt":"2024-09-19T06:12:02","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4357"},"modified":"2024-09-19T08:14:57","modified_gmt":"2024-09-19T06:14:57","slug":"high-brennergy-woid-apero-und-powerseed-oxymel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4357","title":{"rendered":"High Brennergy, Woid-Apero und Powerseed-Oxymel"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"article__subtitle\">Kr\u00e4uterwanderung rund um den F\u00fcrstensteiner Bauernmarkt<\/h2>\n<div class=\"article__teaser\">F\u00fcrstenstein. Schon einmal etwas von High Brennergy-Energieb\u00e4llchen oder Powerseed-Oxymel geh\u00f6rt? Oder haben Sie schon einmal einen Spitzwegerich-K\u00e4sesalat mit Walnuss und \u00c4pfeln zubereitet? Einen Woid-Apero aus den Fr\u00fcchten der Eberesche anstatt Campari getrunken? Das und vieles mehr war Inhalt der Kr\u00e4uterwanderung rund um den F\u00fcrstensteiner Bauernmarkt mit Kr\u00e4uterp\u00e4dagogin Renate Weinzierl. Eingeladen dazu hatte die \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland gemeinsam mit der Gemeinde F\u00fcrstenstein.<\/div>\n<div class=\"article__content\">\n<p>Eine dreizehnk\u00f6pfige Truppe kam Anfang September am F\u00fcrstensteiner Rathaus zusammen, um sich von Renate Weinzierl die Welt der heimischen Wildkr\u00e4uter n\u00e4herbringen zu lassen. Gleich zu Beginn erkl\u00e4rte die Kr\u00e4uterp\u00e4dagogin verschiedene Sammelregeln, die es bei der Sammlung heimischer Wildkr\u00e4uter zu beachten gibt. Eine Regel besagt, dass man grunds\u00e4tzlich nur jene Wildpflanzen mitnehmen darf, die man zu 100% richtig bestimmen kann. Wichtig ist zudem, dass man sich stets respektvoll verh\u00e4lt, den Naturschutz beachtet und immer nur so viel mitnimmt, wie man auch wirklich ben\u00f6tigt. Sammelstellen werden nicht leer gepfl\u00fcckt, sondern mindestens zwei Drittel stehen gelassen, damit die Pflanze sich zum einen erholen und weitervermehren kann und auch noch etwas f\u00fcr andere Sammler stehen bleibt.<\/p>\n<p>Bei einem Spaziergang rund um das F\u00fcrstensteiner Rathaus wurde die Gruppe dann gleich mehrmals f\u00fcndig. Zwischen Edeka Parkplatz und B\u00e4ckerei Unrecht erwartete sie ein besonders sch\u00f6nes Exemplar der K\u00f6nigskerze. Die K\u00f6nigskerze ist eine zweij\u00e4hrige Pflanze, die im ersten Jahr eine Blattrosette bildet und im zweiten Jahr gelbe Bl\u00fcten hervorbringt. Traditionell werden die Bl\u00fcten bei Husten oder Halsschmerzen angewendet. Gleich daneben bl\u00fchte in einem strahlenden Blau eine Zichorie, aus deren Wurzeln fr\u00fcher Kaffee hergestellt wurde. Die sagenumwobene Pflanze soll ihre Bl\u00fctenfarbe von den blauen Augen einer Prinzessin bekommen haben, die am Wegesrand auf ihren in den Krieg gezogenen Prinzen wartete.<\/p>\n<p>Weiter ging es zu einer reich tragenden Eberesche, deren Fr\u00fcchte als wertvolle Vitamin-C Lieferanten dienen. Die Fr\u00fcchte werden in der Regel gekocht gegessen, da die in den Vogelbeeren vorkommende Parasorbins\u00e4ure sauer und bitter schmeckt und Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann. Dass der Geschmack etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist, stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Probieren der Fr\u00fcchte gleich fest.<\/p>\n<p>Im Anschluss ging es \u00fcber eine Wiese zu den F\u00fcrstensteiner Schreberg\u00e4rten, wo Schafgarbe, Wiesenb\u00e4renklau, Wiesenlabkraut und Spitzwegerich wuchsen. Am Waldrand warteten Adlerfarn, Brombeeren, indisches Springkraut und ein schmalbl\u00e4ttriges Weidenr\u00f6schen auf Weinzierls Erkl\u00e4rungen. So enthalten die Samen des indischen Springkrauts viele wertvolle Omega-3-Fetts\u00e4uren, deswegen lautete der Tipp der Kr\u00e4uterp\u00e4dagogin \u201eaufessen, statt ausrei\u00dfen\u201c, um dem invasiven Neophyten, der aber f\u00fcr viele Insekten als Nahrungsquelle dient, Einhalt zu gebieten. Das Weidenr\u00f6schen, regelm\u00e4\u00dfig als Tee getrunken, hilft M\u00e4nner ab 50 bei beginnendem Prostataleiden, da es eine stark entz\u00fcndungshemmende Wirkung hat.<\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk widmete Renate Weinzierl jedoch der Brennnessel als adaptogene, ausgleichende Pflanze. Sie ist Protein- und Eisenquelle, besitzt viele Spurenelemente und Aminos\u00e4uren. Sie bringt nach und nach Leben in den K\u00f6rper und kann das ganz Jahr \u00fcber geerntet werden. Im Fr\u00fchling eignet sich das frische Brennnesselgr\u00fcn f\u00fcr Smoothies oder als Spinatersatz. Die Samen werden hingegen im gr\u00fcnen Zustand erst sp\u00e4ter geerntet und k\u00f6nnen vielseitig verarbeitet werden. \u201eEhrt die Brennnessel, denn sie hat f\u00fcr alle etwas zu bieten\u201c, so Renate Weinzierl \u00fcber die verkannte Heilpflanze.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck am F\u00fcrstensteiner Rathaus wurde zur Erfrischung ein Brennnessel-Apfel-Eistee von der Kr\u00e4uterp\u00e4dagogin ausgeschenkt, bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam verschiedene Rezepte mit den Bioprodukten vom Bauernmarkt zubereiteten. Gleich zu Beginn wurde aus kleingeschnittenen Spitzwegerichbl\u00e4ttern und Biohonig ein Hustensaft hergestellt. Danach wurden im Mixer Brennnesselsamen, Biohonig und Bioessig zum Powerseed-Oxymel verarbeitet. Das Essig-Honig-Gemisch wird im Herbst und Winter zur St\u00e4rkung des Immunsystems teel\u00f6ffelweise eingenommen. F\u00fcr das gemeinsame Mittagessen bereiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bio-Heumilchk\u00e4se des Bio-Heumilchhofs Dankesreiter einen Spitzwegerich-K\u00e4sesalat mit Waln\u00fcssen, \u00c4pfel und Fr\u00fchlingszwiebeln zu. Mitgebracht hatte Renate Weinzierl zwei Kr\u00e4uteraufstriche, die mit Bio-Gem\u00fcsesticks vom Gem\u00fcsehof Fischl und frischem Brot vom Bauernmarkt gegessen wurden. Als Dessert gab es noch ein Erfrischungsgetr\u00e4nk aus den Fr\u00fcchten der Eberesche, den Woid-Apero, wie ihn Renate Weinzierl nennt, und Energieb\u00e4llchen aus Brennnesselsamen, Trockenfr\u00fcchten und Hanfsamen. Der Ebereschen-Kr\u00e4utersirup erinnerte dabei stark an den Geschmack von Campari und begeisterte Jung und Alt gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch der zweite B\u00fcrgermeister der Gemeinde F\u00fcrstenstein Walter Knoller stattete den Kr\u00e4uterbegeisterten, die am idyllischen Rathausplatz werkelten, einen Besuch ab. Er freute sich, dass die Kr\u00e4uterwanderung so gut angenommen wurde und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer altes Heilwissen wiederaufleben lie\u00dfen. Inspiriert von den Produkten vom Bauernmarkt entstanden so leckere Rezeptideen, die sich leicht zu Hause nachkochen lassen.<\/p>\n<p>Rund um den F\u00fcrstensteiner Bauernmarkt, der w\u00f6chentlich am Donnerstag von 9-12 Uhr stattfindet, werden im Jahresverlauf weitere Veranstaltungen angeboten.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kr\u00e4uterwanderung rund um den F\u00fcrstensteiner Bauernmarkt F\u00fcrstenstein. Schon einmal etwas von High Brennergy-Energieb\u00e4llchen oder Powerseed-Oxymel geh\u00f6rt? Oder haben Sie schon einmal einen Spitzwegerich-K\u00e4sesalat mit Walnuss und \u00c4pfeln zubereitet? Einen Woid-Apero aus den Fr\u00fcchten der Eberesche anstatt Campari getrunken? 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