{"id":4716,"date":"2025-08-12T15:17:24","date_gmt":"2025-08-12T13:17:24","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4716"},"modified":"2025-08-12T15:17:24","modified_gmt":"2025-08-12T13:17:24","slug":"ein-burger-aus-dem-passauer-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4716","title":{"rendered":"Ein Burger aus dem Passauer Land"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"article__subtitle\">\u00d6ko-Modellregionen arbeiten an Wertsch\u00f6pfungskettenprojekt mit Bio-Rindfleisch<\/h2>\n<div class=\"article__teaser\">Landkreis Passau. Die \u00d6ko-Modellregionen im Landkreis Passau starten eine Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Bio-Rindfleisch. Die Vision ist, einen Bio-Rindfleischpatty unter einer gemeinsamen Dachmarke auf den Markt zu bringen. Aus diesem Grund luden die beiden \u00d6ko-Modellregionsmanagerinnen Jenny M\u00e4hr und Pia Auberger interessierte Biobauern zu einem Arbeitstreffen mit Bio-Metzger Hubert Kammermeier ins Gasthaus Knott nach Unterjacking ein. Auch der Tiefenbacher B\u00fcrgermeister Christian F\u00fcrst war zum Treffen eingeladen. Als federf\u00fchrender B\u00fcrgermeister der \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland unterst\u00fctzt er das gemeinsame Vorhaben der beiden \u00d6ko-Modellregionen. \u201eRegionale Wertsch\u00f6pfungsketten aufzubauen, macht in Anbetracht der volatilen M\u00e4rkte Sinn. Denn es schafft stabile Lieferbeziehungen und Vertrauen in die Qualit\u00e4t der Produkte\u201c, so Christian F\u00fcrst.<\/div>\n<div class=\"article__content\">\n<p>Pia Auberger f\u00fchrte durch den kurzweiligen Abend, unterst\u00fctzt von ihrer Kollegin Jenny M\u00e4hr. Metzger Hubert Kammermeier zeigte sich von Anfang an begeistert von der Idee der beiden Projektmanagerinnen. Beim gemeinsamen Austausch erkl\u00e4rte er, wie eine m\u00f6gliche Lieferlogistik gelingen k\u00f6nnte. Der von Bio \u00fcberzeugte Metzger punktete bei den anwesenden Bauern mit seiner gro\u00dfen Flexibilit\u00e4t. Aufgrund der Betriebsstruktur kann der Bio-Metzger auf verschiedenste Bed\u00fcrfnisse der Bauern individuell eingehen. Im Laufe der Veranstaltung wurde schnell klar, dass sich alle Beteiligten gut \u201eriechen\u201c k\u00f6nnen und Interesse an einer Zusammenarbeit auf Augenh\u00f6he besteht.<\/p>\n<p>Das Projekt, so erkl\u00e4rt Pia Auberger, ist sowohl auf Milchvieh- als auch Mutterkuhhaltende Bio-Betriebe ausgerichtet. Die Motivation, sich beim Projekt zu beteiligen, unterscheidet sich jedoch nach Betriebszweig. Mutterkuh-Halter sehen im Projekt eine M\u00f6glichkeit, Absatzschwankungen zu stabilisieren und das anfallende Hackfleisch durch die Verarbeitung zu hochwertigen Burger-Patties aufzuwerten. F\u00fcr Milchviehbetriebe ergeben sich auf Grund der Betriebsstruktur andere Chancen: f\u00fcr sie k\u00f6nnte das Burgerprojekt eine M\u00f6glichkeit bieten, die Nachzucht, die sonst konventionell verkauft werden w\u00fcrde, im Biomarkt gewinnbringend weiter zu vermarkten.<\/p>\n<p>Die Spezialisierung in der Landwirtschaft auf Milch- bzw. Fleischproduktion bringt sowohl in der konventionellen, als auch in der Biolandwirtschaft eine Herausforderung mit sich. Pro Liter Milch entstehen automatisch 30 g Rindfleisch, denn ohne K\u00e4lber gibt es keine Milch! Ein Teil der weiblichen K\u00e4lber wird f\u00fcr die Nachzucht vom Milchviehbetrieb gro\u00dfgezogen, der Rest, also vorwiegend m\u00e4nnliche K\u00e4lber, wird verkauft. Viele K\u00e4lber aus der Bio-Milchviehhaltung landen mangels Nachfrage an Bio-Rindfleisch auf dem konventionellen Viehmarkt. Danach bedeutet ein Leben auf einem konventionellen Mastbetrieb vor allem eines: weniger Stallfl\u00e4che, keinen Zugang zu Weide, hohe Kraftfutterrationen und gegebenenfalls Antibiotikabehandlungen, sprich weniger Tierwohl. Nicht nur die Bauern w\u00fcnschen sich, dass ihre Bio-K\u00e4lber auf Bio-Betrieben weiter gem\u00e4stet werden. Auch die Kunden der Biolebensmittelbranche erwarten sich dies.<\/p>\n<p>Milch und Fleisch geh\u00f6ren zusammen und sind eine effiziente Form der Lebensmittelerzeugung, die nicht zwingend mit Ackerfl\u00e4chen in Konkurrenz stehen muss. Vorausgesetzt die Rinder werden wie im \u00d6ko-Landbau vorwiegend mit Grundfutter (Weide, Gras, Heu, Silage) ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Immer wieder sind Verbraucher gegen\u00fcber dem Preis von Bio-Rindfleisch voreingenommen, deswegen braucht es dringend Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Bio-Rindermast. Zum Erreichen der Schlachtreife des Jungviehs muss ein Biobetrieb das Tier um ca. 0,5 Jahren l\u00e4nger m\u00e4sten. Dies ist in der Weidehaltung sowie der weniger intensiven F\u00fctterung der Tiere begr\u00fcndet. Ein Vorteil ist, dass durch die Weidehaltung das Omega3\/6-Verh\u00e4ltnis im Fleisch beg\u00fcnstigt ist. Die Weide stellt zudem eine wichtige Kohlenstoffsenke durch Humusaufbau dar.<\/p>\n<p>Bei Interesse an unserem Wertsch\u00f6pfungskettenprojekt k\u00f6nnen Sie sich gerne bei \u00d6ko-Modellregionsmanagerin Pia Auberger unter 08509\/9009-20 oder <a href=\"mailto:oekomodellregion@passauer-oberland.de\">oekomodellregion@passauer-oberland.de<\/a> melden.<\/p>\n<\/div>\n<p>Bild:\u00a0\u00a9 \u00d6MR ILE an Rott und Inn<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Christian F\u00fcrst (3. von links), die Projektmanagerinnen Pia Auberger (1. von links) und Jenny M\u00e4hr (vorne rechts) gemeinsam mit den Biobauern im Austausch mit Bio-Metzger Hubert Kammermeier (5. von rechts).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ko-Modellregionen arbeiten an Wertsch\u00f6pfungskettenprojekt mit Bio-Rindfleisch Landkreis Passau. Die \u00d6ko-Modellregionen im Landkreis Passau starten eine Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Bio-Rindfleisch. Die Vision ist, einen Bio-Rindfleischpatty unter einer gemeinsamen Dachmarke auf den Markt zu bringen. Aus diesem Grund luden die beiden \u00d6ko-Modellregionsmanagerinnen Jenny [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":4719,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-4716","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-oeko-modellregion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4716"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4720,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716\/revisions\/4720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/passauer-oberland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}