{"id":4944,"date":"2026-04-30T16:34:31","date_gmt":"2026-04-30T14:34:31","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4944"},"modified":"2026-04-30T16:34:31","modified_gmt":"2026-04-30T14:34:31","slug":"ile-fachexkursion-fuehrte-nach-vorarlberg-im-fokus-baukultur-und-ortsentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4944","title":{"rendered":"ILE-Fachexkursion f\u00fchrte nach Vorarlberg &#8211; Im Fokus: Baukultur und Ortsentwicklung"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Eine dreit\u00e4gige Fach-Exkursion f\u00fchrte die Gemeinden der ILE Passauer Oberland nach Vorarlberg, zun\u00e4chst in den Bregenzer Wald, danach in den s\u00fcdlich gelegenen Walgau. Alle zwei Jahre begeben sich die B\u00fcrgermeister, Gesch\u00e4ftsleiter und Verantwortlichen des ILE-Verbunds auf gemeinsame Fahrt, um sich Anregungen und Impulse f\u00fcr ihre Gemeinden zu holen. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer der diesj\u00e4hrigen Exkursion, die sie erstmals nach Vorarlberg f\u00fchrte.<\/p>\n<p>ILE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Gabriele Bergmann recherchierte die einzelnen Stationen der Reise, um von sog. \u201ebest-pratice-Beispielen\u201c zu lernen. Dabei stand die Themen \u201eBaukultur und Ortsentwicklung\u201c im Fokus. Vor Ort begleitete die Gruppe ein Vertreter des Vereins Landluft aus \u00d6sterreich, der sich der Baukultur und der Auszeichnung von Baukulturgemeinden verschrieben hat. S\u00e4mtliche Gemeinden, die auf dem Reiseplan standen, sind als Baukultur-Gemeinden ausgezeichnet worden.<\/p>\n<p>So f\u00fchrte die erste Station die 18 Fahrtteilnehmer in den Bregenzer Wald, der seit Jahrzehnten f\u00fcr seine einzigartige Architektur aus Tradition und Moderne gepr\u00e4gt ist und auch deren strikte Einhaltung pflegt. Die Orte dort, etwa Andelsbuch, Hittisau oder Langeneck halten an der traditionellen Holzbauweise mit Schindeln fest und zeigen dies beeindruckend auch bei modernen Neubauten. Neben den Barockbaumeistern, der sog. Auer Zunft, hat vor allem das Bauhandwerk im Bregenzer Wald eine lange Tradition.<\/p>\n<p><strong>Plattform f\u00fcr`s Handwerk<\/strong><\/p>\n<p>Daher stand als erste Station der sog. \u201eWerkraum Andelsbuch\u201c auf dem Programm. Rund 100 innovative Handwerksbetriebe sind derzeit Mitglied. Sie kooperieren im Werkraum als gemeinsamer Plattform, wo Ausstellungen, Wettbewerbe und Vortr\u00e4ge angeboten werden. Das Geb\u00e4ude ist ein einzigartiges \u201eSchaufenster des Handwerks\u201c der Region. Unz\u00e4hlige pr\u00e4mierte Ausstellungsst\u00fccke von ausgezeichneten Betrieben ihrer Zunft, ob Zimmerer, M\u00f6belbauer, Tischler, Leuchtenhersteller oder Schneider- und Schuhhandwerker, sind dort ausgestellt. Die zweite Anlaufstelle in Andelsbuch war ein soziales Wohnprojekt, das vom \u201eMiteinander, f\u00fcreinander\u201c lebt.<\/p>\n<p><strong>14 Gemeinden \u2013 ein gemeinsames Bad<\/strong><\/p>\n<p>Der zweite Tag f\u00fchrte in mehrere Gemeinden im Walgau im s\u00fcdlichen Teil des Bundeslandes Vorarlberg. Hier standen Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit, beispielgebend im sozialen Bereich sowie der Ortsentwicklung, im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Als eine der ersten Ma\u00dfnahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde die Finanzverwaltung der Gemeinden zusammengelegt. Auch die Jungendarbeit wird \u00fcber die Regio Walgau koordiniert. Als n\u00e4chstes steht die Zusammenlegung der Standes\u00e4mter an!<\/p>\n<p>Die Gemeinde Nenzig mit rund 7000 Einwohnern steht als Mustergemeinde f\u00fcr Soziales und Integration in der Region. Sie bietet unter anderem Integrationskurse und diverse M\u00f6glichkeiten in der Familien- und Seniorenarbeit an. Mit dem Haus \u201eallesamt\u201c hat man ein Geb\u00e4ude f\u00fcr Kinder und Familien geschaffen, in dem bereits Schwangere vor der Geburt durch eine Hebamme beraten werden, Familien Hilfestellung in unterschiedlichsten Lagen finden und auch Kindergartengruppen beheimatet sind. Auch das j\u00fcngste Gemeinschaftsprojekt der 14 Walgau-Gemeinden ist in Nenzing angesiedelt: das Walgau-Bad.<\/p>\n<p><strong>Entsiegelung im Ortskern bringt Qualit\u00e4t <\/strong><\/p>\n<p>Wie eine Zentrumsaufwertung mit Caf\u00e9, B\u00fccherei und der Entsiegelung von Fl\u00e4chen gelingen kann, zeigte der rund 3.500 Einwohner z\u00e4hlende Ort G\u00f6fis. Der ehemalige \u201eSchandfleck\u201c, so die Worte von B\u00fcrger-meister Thomas Lampert, hinter dem damaligen Rathaus, wurde zu einem wundersch\u00f6nen, heimeligen Platz mit Caf\u00e9 und einer B\u00fccherei umgestaltet. Das Caf\u00e9 wird (fast) ausschlie\u00dflich von Ehrenamtlichen betrieben. Das \u201ebugo\u201c, so der Name f\u00fcr Caf\u00e9 und B\u00fccherei, wird hervorragend angenommen. Au\u00dferdem wurde der Ortskern teilweise verkehrsberuhigt und entsiegelt, so dass die Aufenthaltsqualit\u00e4t sehr gesteigert werden konnte. Die Reisegruppe konnte sich bei einem Rundgang davon \u00fcberzeugen und erhielt abschlie\u00dfend noch einen Einblick in das dortige Vereinshaus, das der Gemeinde geh\u00f6rt und als Veranstaltungszentrum dient.<\/p>\n<p>Die vorletzte Station an Tag 2 war ein Kontrastprogrammpunkt: es ging um nachhaltiges Bauen mit Lehm und f\u00fchrte ins sog. \u201eErdenwerk\u201c nach Schlins. Dort empfing der \u201eLehmbau-Pionier\u201c Martin Rauch pers\u00f6nlich die G\u00e4ste aus Bayern und f\u00fchrte durch sein Werk. Selbstverst\u00e4ndlich sind sowohl das Verwaltungsgeb\u00e4ude als auch die direkt anschlie\u00dfende Produktionshalle aus Lehm erbaut. Als gelernter Keramiker hat er sich bereits vor 40 Jahren dem Bauen mit Lehm verschrieben. Inzwischen erreichen Bauauftr\u00e4ge aus allen Teilen der Welt seinen Betrieb. Die Herstellung der Lehmbauteile und den nachhaltigen Ansatz der Verwendung f\u00fcr Lehm beim Bau zeigte er eindrucksvoll bei seiner F\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>Markt Irsee im Gl\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Heimfahrt am dritten Tag der Reise stand noch die bayerische Baukulturgemeinde Markt Irsee mit seinem bekannten Klosterareal auf dem Plan.\u00a0Der noch amtierende B\u00fcrgermeister Andreas Lieb und seine Nachfolgerin im Amt, Angela St\u00e4dele, empfingen die Reisegruppe und f\u00fchrten sie durch ihren wundersch\u00f6nen Ort. Die kleine rund 1.500 Einwohner z\u00e4hlende Marktgemeinde kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen durch die F\u00f6rderungen \u00fcber die Dorferneuerung und St\u00e4dtebauprogramme in den letzten Jahren Vieles bewegt haben zu k\u00f6nnen: so konnten drei kleinere Dorfmittelpunkte geschaffen werden, wo man einkaufen und sich treffen kann; darunter auch ein neuer Einkaufsmarkt mit rund 400 Quadratmeter Fl\u00e4che f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf direkt neben dem Rathaus. Ebenso kann man sich in Irsee gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass sich mehrere private Investoren f\u00fcr den Erwerb und Bau von alten Hoffl\u00e4chen oder gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4uden erw\u00e4rmen konnten und sich damit sowohl Wohnraum als auch wichtige Infrastruktur schaffen lie\u00dfen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Eine dreit\u00e4gige Fach-Exkursion f\u00fchrte die Gemeinden der ILE Passauer Oberland nach Vorarlberg, zun\u00e4chst in den Bregenzer Wald, danach in den s\u00fcdlich gelegenen Walgau. 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