{"id":4971,"date":"2026-05-06T11:05:41","date_gmt":"2026-05-06T09:05:41","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4971"},"modified":"2026-05-06T11:05:41","modified_gmt":"2026-05-06T09:05:41","slug":"mit-direktvermarktung-zum-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=4971","title":{"rendered":"Mit Direktvermarktung zum Erfolg"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"article__subtitle\">\u00d6ko-Modellregion organsierte Biobauern-Treffen auf dem Betrieb von Claudia und Stefan Fenzel<\/h2>\n<div class=\"article__teaser\">\u201eEine gute Kombination aus mutig und naiv\u201c nennen Claudia und Stefan Fenzel schmunzelnd die Basis f\u00fcr ihren Erfolg mit dem Bio-Betrieb \u201eHafninger Weide\u201c. Vor 17 Jahren stiegen sie mit viel Geduld und Arbeit von Milchvieh- auf Fleischrinderhaltung um. Rund 35 Biob\u00e4uerinnen und Biobauern der \u00d6ko-Modellregion Passauer Oberland sowie die B\u00fcrgermeister Christian F\u00fcrst (Tiefenbach) und Georg Hatzesberger (Aicha) und der angehende B\u00fcrgermeister Hermann Haydn (Ruderting) haben sich von dem lohnenden Konzept \u00fcberzeugt. Organisiert wurde der Besuch von \u00d6ko-Modellregionsmanagerin Pia Auberger.<\/div>\n<div class=\"article-images__container article-images__container--teaser\"><\/div>\n<div class=\"article__content\">\n<p>Stefan Fenzel, der als BWLer, Marketingspezialist und fr\u00fcherer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer Werbeagentur\u00a0 wegen einer Krankheit \u201equer\u201c in die Landwirtschaft eingestiegen ist, und Claudia Fenzel, Agrar-Wirtschaftsingenieurin, Kochbuch-Autorin und Wirtin vom \u201eLindenkeller\u201c, gew\u00e4hrten Einblicke in ihre Limousin-Rinderhaltung mit hofnahen Weiden, den 2019 errichteten Masth\u00e4hnchen-Stall inklusive Weide-Auslauf sowie den Verkaufsraum f\u00fcr ihr Rind- und H\u00e4hnchenfleisch und weitere Bioprodukte. Zum Abschluss gab es eine kleine Verkostung.<\/p>\n<p><b>\u201eNur zehn bis 20 Prozent sind reine Biok\u00e4ufer\u201c<br \/>\n<\/b>99 Prozent ihrer Erzeugnisse vermarkten die Fenzels und ihr Team an wenigen Tagen im Jahr direkt an ihre Kunden aus rund 20 Kilometern Umkreis um Hafning und an weiteren Abholstationen in M\u00fcnchen und Ascha bei Straubing. \u201eNur 10 bis 20 Prozent sind reine Biok\u00e4ufer\u201c, berichtet Stefan Fenzel, \u201edie meisten kommen, weil sie hochwertiges, abgehangenes Fleisch, Rinder in Weidehaltung, nat\u00fcrliche F\u00fctterung oder besondere Produkte wollen.\u201c Das Rindfleisch werde vorrangig in Mischpaketen verkauft, Edelteile wie Filet oder Backen gebe es naturgem\u00e4\u00df nur als \u201eZuckerl\u201c. Die Kunden werden per E-Mail \u00fcber den n\u00e4chstm\u00f6glichen Abholtermim informiert und bestellen daf\u00fcr im eigens entwickelten Online-Bestellsystem, so dass genau so viele Rinder geschlachtet werden wie ben\u00f6tigt. Ein H\u00e4hnchen sei drei Monate im Voraus zu bestellen. \u201eIch hatte Zweifel, ob die Kunden das in Kauf nehmen\u201c, erz\u00e4hlte Claudia Fenzel, doch die Wertsch\u00e4tzung und Solidarit\u00e4t ihrer Kunden \u00fcberzeugten sie vom Gegenteil.<\/p>\n<p><b>\u201eDie Menschen begeistern\u201c<\/b><br \/>\n\u201eDas ist gelebte Praxis\u201c, freute sich Biobauer Klaus Wagner aus Gaishofen \u00fcber die aufschlussreiche Hoff\u00fchrung. Besonders gefielen ihm die mobilen Abtrenngitter, mit denen Stefan Fenzel den Rinderstall bedarfsgerecht unterteilen kann. \u201eIch bin so froh, dass die \u00d6ko-Modellregion vor sieben Jahren gegr\u00fcndet wurde\u201c, sprudelte es aus seinem Otterskirchener Kollegen Walter Dankesreiter heraus, \u201edie B\u00fcrgermeister wissen jetzt mehr \u00fcber uns Biobauern. Es werden viele sch\u00f6ne Aktionen mit Schulen und Gastronomen organisiert. So bringen wir Bio voran.\u201c \u201eUnsere Mitmenschen f\u00fcr unsere Arbeit zu begeistern, bringt mehr Menschen dazu, regional einzukaufen\u201c, sagte Claudia Fenzel. \u201eWir k\u00f6nnen noch so schlaue Ideen haben\u201c, erkl\u00e4rte \u00d6ko-Modellregionsmanagerin Pia Auberger, \u201eohne das Mitwirken der Betriebe ginge es nicht.\u201c<\/p>\n<p><b>Viele Standbeine und ein IT-Startup<br \/>\n<\/b>Stefan und Claudia Fenzel halten auf acht Weiden mit insgesamt 65 Hektar Fl\u00e4che rund um Tiefenbach 180 Limousin-Rinder. 2016 bauten sie sich mit Masth\u00e4hnchen ein weiteres Standbein auf. Doch wie junge H\u00e4hnchen auf die Weide bringen? Ein Pappelwald bietet auf der Weide Schutz vor Greifv\u00f6geln. \u00a0Neben der Rinder- und H\u00e4hnchenhaltung gibt es in Hafning noch Claudia Fenzels Gastronomie im Lindenkeller und das mit viel Herzblut selbst produzierte Kochbuch im eigenen Verlag (das zweite ist gerade in Arbeit). Dazu kommt die Weiterentwicklung ihres Online-Bestellsystems hin zu einer Gesamt-IT-Plattform, die auch anderen Landwirten eine effiziente Direktvermarktung erm\u00f6glichen soll. Die Fenzels haben daf\u00fcr 2025 das Startup \u201eWeideWerk\u201c gegr\u00fcndet, das vom Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat gef\u00f6rdert wird. \u201eNachdem es bei uns gut funktioniert, m\u00f6chten wir es auch anderen regionalen Erzeugern erm\u00f6glichen\u201c, sagt Stefan Fenzel.<\/p>\n<p>Text: Simone Kuhnt<\/p>\n<p>Bild: Cyrus Weinast<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ko-Modellregion organsierte Biobauern-Treffen auf dem Betrieb von Claudia und Stefan Fenzel \u201eEine gute Kombination aus mutig und naiv\u201c nennen Claudia und Stefan Fenzel schmunzelnd die Basis f\u00fcr ihren Erfolg mit dem Bio-Betrieb \u201eHafninger Weide\u201c. 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