{"id":5008,"date":"2026-05-20T11:21:49","date_gmt":"2026-05-20T09:21:49","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=5008"},"modified":"2026-05-20T11:24:13","modified_gmt":"2026-05-20T09:24:13","slug":"info-abend-ein-riesenerfolg-osteoporose-kann-richtig-zusetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=5008","title":{"rendered":"Info-Abend ein Riesenerfolg &#8211; &#8222;Osteoporose kann richtig zusetzen&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Osteoporose &#8211; oder besser bekannt als \u201eKnochenschwund\u201c- z\u00e4hlt laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu den TOP 10 der h\u00e4ufigsten Erkrankungen. Daher stie\u00df der Info-Abend zum Thema \u201eStarke Knochen, klarer Kopf\u201c, veranstaltet von den elf Gemeinden der ILE Passauer Oberland, auf gro\u00dfes Interesse und einen vollen Saal im Gasthof Knott in Jacking. Apotheker Christian Lindinger aus Passau kl\u00e4rte in einem mitrei\u00dfenden Vortrag zum Thema auf.<\/p>\n<p>Bevor er mit seinem Fachwissen loslegen konnte, begr\u00fc\u00dfte ILE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Gabriele Bergmann die rund 130 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer aus der Region und dankte f\u00fcr das gro\u00dfe Interesse. Zum wiederholten Male konnte Christian Lindinger f\u00fcr einen Fachvortrag gewonnen werden. Auch ihm, der diese Vortr\u00e4ge in seiner knappen Freizeit unterbringt, zollte sie Dank und Anerkennung.<\/p>\n<p>\u201eOsteoporose kann richtig zusetzen\u201c, so sein Statement gleich zu Beginn seiner Ausf\u00fchrungen. \u00a0Daher ist sowohl die Wahl des Facharztes entscheidend als auch die Eigenverantwortung, die man beim Arztbesuch sowie der Eigenvorsorge grunds\u00e4tzlich zeigen solle, so sein Hinweis. Dazu geh\u00f6re es, richtige Fragen zur Diagnostik, zu Medikamenten und deren Wirkweisen zu stellen. Dar\u00fcber hinaus sei es wichtig, sich mit weiteren Kernthemen im Zusammenhang mit Osteoporose wie etwa der Sturzpr\u00e4vention durch Anlayse sturzf\u00f6rdernder Medikamente oder die Rolle eines guten Schlafs zur Knochenreparatur ebenso wie einer m\u00f6glichen Hormontherapie ab dem 50. Lebensjahr auseinanderzusetzen. \u00a0Au\u00dferdem geh\u00f6rten praxisnahe Ratschl\u00e4ge und Tipps zu Bewegung und Ern\u00e4hrung mit gezielter Supplementierung zu den Ausf\u00fchrungen seines Vortrags. Alle Empfehlungen zusammen seien wichtig, um proaktiv die Knochengesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>Risikofaktoren und Knochenbrecher<\/strong><\/p>\n<p>Zu den Risikofaktoren und Ursachen der Osteoporose z\u00e4hlen moderne Methoden der Gewichtsreduktion wie die sog. \u201eFett-weg-Spritze\u201c, da sie zwar zu Gewichtsverlust f\u00fchren, aber dieser zu einem Drittel aus Muskelmasse und noch gravierender aus Knochenmasse besteht. Lindinger bezeichnet sie sogar als \u201eKnochenbrecher\u201c. Weiter f\u00fchren Inaktivit\u00e4t \u2013 beispielsweise nach Operationen (Gipsfu\u00df) zu rapidem Muskel- und Knochenabbau. Dieser sollte durch gezieltes Krafttraining m\u00f6glichst rasch wieder aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Ebenso kann die Einnahme von bestimmten Medikamenten den Knochenschwund beschleunigen. Dazu geh\u00f6ren sog. S\u00e4ureblocker, die die Aufnahme von Kalzium, Magnesium, Zink und Vitamin B12 hemmen und die Proteinverdauung im Darm st\u00f6ren. Auch sturzf\u00f6rdernde Medikamente wie Schlafmittel oder muskelentspannende Mittel erh\u00f6hen das Sturzrisiko erheblich. Dies kann auch auf Blutdruckmedikamente zutreffen, die schlecht \u201eeingestellt\u201c sind.<\/p>\n<p>Weiter geh\u00f6rt die genetische Veranlagung zu den Risikofaktoren. Wenn bei einer Person im Familienkreis bereits Osteoporose diagnostiziert wurde, liegt das Risiko um das Zwei- bis Dreifache h\u00f6her, selbst daran zu erkranken. Auch der Hormonmangel \u2013 oft bei Frauen \u00fcber 50 Jahren \u2013 schw\u00e4cht Knochen und Muskeln. Rauchen, chronischer Stress, Untergewicht oder schlecht eingestellter Diabetes z\u00e4hlen zu den Risikofaktoren.<\/p>\n<p><strong>Laborwerte k\u00f6nnen t\u00e4uschen<\/strong><\/p>\n<p>Die Knochendichtemessung ist allgemein bekannt und sollte gerade bei famil\u00e4rer Vorbelastung m\u00f6glichst fr\u00fch (ab dem 60. Lebensjahr) in Anspruch genommen werden. Hierbei wird die Knochendichte (der Kalziumgehalt) gemessen. Dieser Wert allein ist aber nicht ausreichend; es sollte auch nach dem sog. TBS-Wert gefragt werden, der die Qualit\u00e4t des Knochens, also seine Mikroarchitektur, ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Auch bei Laborwerten gen\u00fcgt es nicht, das Kalzium im Blut allein zu messen. Hier sind unbedingt auch die Werte des Vitamin D und B12-Gehalts unabl\u00e4ssig. \u201e\u00c4hnlich wie bei der Leber leidet auch der Knochen still\u201c, so Lindinger.<\/p>\n<p>Bewegung und Krafttraining, richtige Ern\u00e4hrung und informierter Umgang mit Medikamenten\/Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln bezeichnet Christian Lindinger als die Grundpfeiler der Pr\u00e4vention. Sein Motto lautet augenzwinkernd: \u201eIch turne bis zur Urne.\u201c Weiter k\u00f6nnen die regelm\u00e4\u00dfige Einnahme von Vitamin D, Magnesium zur Aktivierung von Vitamin D sowie Melatonin f\u00fcr die Verbesserung der Schlafhygiene hilfreich sein.\u00a0Die medikament\u00f6se Behandlung von Osteoporose sollte \u2013 so der Rat des Referenten \u2013 unbedingt mit einer \u00c4nderung des Lebensstils kombiniert werden.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Osteoporose &#8211; oder besser bekannt als \u201eKnochenschwund\u201c- z\u00e4hlt laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu den TOP 10 der h\u00e4ufigsten Erkrankungen. 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