{"id":919,"date":"2017-07-20T16:07:25","date_gmt":"2017-07-20T14:07:25","guid":{"rendered":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=919"},"modified":"2017-09-08T11:05:18","modified_gmt":"2017-09-08T09:05:18","slug":"ile-passauer-oberland-zu-besuch-bei-elektrischen-schweinen-das-handlungsfeld-energie-besichtigt-die-klaeranlage-pocking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passauer-oberland.de\/?p=919","title":{"rendered":"ILE Passauer Oberland zu Besuch bei elektrischen Schweinen  &#8211; Das Handlungsfeld Energie besichtigt die Kl\u00e4ranlage Pocking"},"content":{"rendered":"<p>Die Passauer Oberland Kommunen holten sich Ideen zur k\u00fcnftigen Endverwertung des Kl\u00e4rschlamms ein: Im Gebiet der zehn Gemeinden fallen j\u00e4hrlich rund 15.000 m\u00b3 Nassschlamm an, die teilweise thermisch entsorgt werden. Der gr\u00f6\u00dfte Teil wird auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen ausgebracht. Diese Verwertungsmethode zieht jedoch Nachteile mit sich. So wird der Boden neben den n\u00fctzlichen N\u00e4hrstoffen, wie Phosphat und Stickstoff, auch mit zahlreichen Schadstoffen, wie z. B. Schwermetalle angereichert. Deshalb wird nun versucht, eine gemeinsame Alternativ-L\u00f6sung f\u00fcr die ILE Passauer Oberland Kommunen zu finden. Auch geplante gesetzliche Vorschriften, welche die landwirtschaftliche Entsorgung verbieten sollen, treiben das Projekt voran.<\/p>\n<p>Der Klimaschutz- und Energiemanager der ILE Passauer Oberland, Matthias Obermeier organisierte eine Fahrt nach Pocking. Am 4. Juli machten sich somit die B\u00fcrgermeister, Energiebeauftragten und Kl\u00e4rw\u00e4rter aus dem n\u00f6rdlichen Landkreis Passau auf zur Besichtigung der fortschrittlichen Kl\u00e4ranlage in Pocking.<\/p>\n<div id=\"attachment_920\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/gruppenfoto-ka-pocking.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-920\" class=\"size-large wp-image-920\" src=\"https:\/\/passauer-oberland.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/gruppenfoto-ka-pocking-1024x616.jpg\" alt=\"Das Handlungsfeld Energie besichtigt die Kl\u00e4ranlage Pocking\" width=\"584\" height=\"351\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-920\" class=\"wp-caption-text\">Das Handlungsfeld Energie besichtigt die Kl\u00e4ranlage Pocking:<\/p><\/div>\n<p>Im Jahre 2001 suchte auch die Stadt Pocking nach einer alternativen L\u00f6sung zur landwirtschaftlichen Verwertung von Kl\u00e4rschlamm. Unter den Gesichtspunkten der umweltfreundlichen Entsorgung, sowie der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Unabh\u00e4ngigkeit, wurde die Errichtung einer solaren Trocknungsanlage nach dem Vorbild der Pilotanlage in F\u00fcssen, beschlossen.<!--more--><\/p>\n<p>Im November 2003 ging die innovative Technik der 17.000 Einwohnerwerte-gro\u00dfen Kl\u00e4ranlage in Betrieb. J\u00e4hrlich fallen durch die st\u00e4dtischen Abw\u00e4sser ca. 1.500 \u2013 1.800 m\u00b3 Nassschlamm an. Dieser wird mechanisch mittels einer Siebbandpresse entw\u00e4ssert und erreicht somit einen Trockensubstanzgehalt von 18 \u2013 20 %. Nach der Entw\u00e4sserung erfolgt eine Umladung des Kl\u00e4rschlamms in 2 Glash\u00e4user mit einer L\u00e4nge von 54 Meter und 16 Metern Breite. Hier wird an rund 250 Tagen im Jahr mittels Sonnenenergie ein Trockensubstanzgehalt von mindestens 70 % erzielt. In den Sommermonaten wird sogar ein Gehalt von bis zu 90 % erreicht. Der Prozess der solaren Trocknung wird durch 2 \u201eelektrische Schweine\u201c unterst\u00fctzt. Zur effizienten Trocknung und zur Vermeidung von Geruchsbildung wenden die komplett aus Edelstahl gefertigten Roboter den Kl\u00e4rschlamm vollautomatisch. Durch die Trocknung wird die Masse des Kl\u00e4rschlamms auf etwa ein Zehntel reduziert.<\/p>\n<p>Die 2. B\u00fcrgermeisterin Rosemarie Freudenstein und Herr Gerhard Krah, Bauamt Pocking, f\u00fchrten mit den Kl\u00e4rw\u00e4rtern Herr Gr\u00fcndl und Herr K\u00f6ck Ihre G\u00e4ste durch die moderne Kl\u00e4ranlage und standen f\u00fcr Fragen bereit. Neben den \u00fcberzeugenden Methoden, waren auch die Kosten von gro\u00dfem Interesse: Insgesamt wurden f\u00fcr die komplette solare Trocknungsanlage und die Siebbandpresse rund 1,2 Mio. Euro investiert.<\/p>\n<p>Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Landgasthof Resch in Sch\u00f6nburg wurden Erfahrungen ausgetauscht und \u00fcber die geplante Erweiterung zur eigenen thermischen Verbrennung gesprochen.<\/p>\n<p>Aktuell erfolgt eine externe, thermische Verbrennung, welche weitere Kosten verursacht.<\/p>\n<p>In Pocking soll daher eine Monoverbrennungsanlage zur Verbrennung des getrockneten Kl\u00e4rschlamms errichtet wird. Es ist geplant, dass in den Wintermonaten die Abw\u00e4rme f\u00fcr den erweiterten Betrieb der Trocknungsanlage verwendet wird. Angedacht ist auch, dass umliegende Kl\u00e4ranlagen die Technik nutzen und somit die Verbrennungsanlage auslasten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Passauer Oberland Kommunen holten sich Ideen zur k\u00fcnftigen Endverwertung des Kl\u00e4rschlamms ein: Im Gebiet der zehn Gemeinden fallen j\u00e4hrlich rund 15.000 m\u00b3 Nassschlamm an, die teilweise thermisch entsorgt werden. 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