Staatlich anerkannte Öko-Modellregion Passauer Oberland
Erfolgreiche Bewerbung führte zur Auszeichnung
Mit einem überzeugenden Konzept war unsere Bewerbung als Öko-Modellregion im Jahr 2019 von Erfolg gekrönt. Beim Festakt am 2. Mai 2019 in München erhielt ILE-Vorsitzender, Bürgermeister Stephan Gawlik (Fürstenstein) zusammen mit einer Abordnung aus dem Passauer Oberland aus den Händen von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Auszeichnung in Form einer Urkunde überreicht. (siehe großes Foto/Quelle: Seyfahrt).
Stärkung regionaler Wertschöpfung – Baustein Öko-Modellregionen
Die Öko-Modellregionen sind eine Maßnahme im Landesprogramm BioRegio Bayern 2020 und dessen Nachfolge-programm BioRegio 2030. Sie sollen den ökologischen Landbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördern und das ökologische Bewusstsein bei der Bevölkerung und den Verantwortungsträgern stärken. Ziel ist bis 2030 den Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche auf 30 % zu erhöhen. Die Steigerung der Öko-Anbaufläche verbindet regionale wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Erzeugung mit den damit einhergehenden positiven Auswirkungen auf die Umwelt, in Bezug auf Artenvielfalt, Klima- und Bodenschutz.
Die Öko-Modellregion Passauer Oberland erstreckt sich auf das gleichnamige Gebiet der ILE Passauer Oberland und umfasst insgesamt 11 Gemeinden im Landkreis Passau. Als geographisches Bindeglied zwischen der Universitätsstadt Passau und dem Bayerischen Wald sind die reizvollen Landschaften des Vorwaldes vom einzigartigen Naturraum Ilz und der über 1000-jährigen Kulturgeschichte am Handelswegenetz der Goldenen Steige geprägt. Unter landwirtschaft-lichen und landschaftsbildlichen Gesichtspunkten ist die Region vorwiegend von Grünland und Viehhaltung geformt, zudem spielen Acker- und Futterbau eine Rolle.
Vor Ort stößt man auf Pioniere des ökologischen Landbaus, die bereits in den 1990er Jahren die ökologische Wirt-schaftsform für sich entdeckt und damit den ökologischen Landbau in der Region vorangetrieben haben. Hier handelt es sich neben Landwirten und den Betreibern einer Getreideaufbereitung um eine Biobäckerei, die ihr gesamtes Sortiment auf 100 % Bio umstellen konnte. Vermehrt spielt jedoch auch eine junge Generation von überzeugten Biolandwirtinnen und –landwirten eine immer größer werdende Rolle. So sind in den letzten Jahren innovative Gemüsebaukonzepte und Solawis entstanden. Neben der klassischen Produktion von Biomilch und Biofleisch führen verschiedene Diversifizie-rungsstrategien zu einem immer umfassender werdenden Angebot an veredelten landwirtschaftlichen Produkten, die meist direkt vermarktet werden. Auch weitere Betriebszweige wie die Erlebnispädagogik werden zunehmend als wichtige Zusatzangebote angesehen.
Maßnahmen in der Öko-Modellregion Passauer Oberland
Oberstes Ziel der Öko-Modellregion ist es, Strukturen des Ökolandbaus auszubauen und zu stärken.
Hierfür organisieren wir unterschiedlichste Veranstaltungen und Netzwerktreffen, um die Akteure in der Region miteinander in den Austausch zu bringen und um Potenziale für regionale Wertschöpfungsketten auszuloten. Als Beitrag zur Bewusstseinsbildung wollen wir der Bevölkerung des Passauer Oberlandes den Wert regionaler Bioprodukte und den Vorteil regionaler Wirtschaftskreisläufe sichtbar machen.
Das schaffen wir u.a. mit:
- Betriebsbesichtigungen im Rahmen von Radtouren und Wanderungen
- mit der Auflage unseres bioregionalen Einkaufsführers
- mit der Zusammenarbeit an den Schulen im Passauer Oberland im Rahmen unserer Klimaschutzoffensive mit Unterstützung der Umweltstation „Haus am Strom“ in Jochenstein
- mit unseren eigenen Projekten wie der Bio-Brotboxaktion oder der Bio-Schulverpflegung im Schulverband Büchlberg-Hutthurm
- mit der fachlichen Unterstützung bei der Anlage von biodiversitätsfördernden Landschaftselementen auf kommunalen Flächen in den Passauer Oberland Gemeinden
Mehr zu den mittlerweile über 30 Öko-Modellregionen Bayerns finden Sie hier
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ILE Passauer Oberland e.V.
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