Nach den Kommunalwahlen im März dieses Jahres war die Einbindung der neuen Bürgermeister in den Gemeinden der ILE Passauer Oberland ein wichtiges Ziel in diesem Jahr. Mit Antrittsbesuchen bei den frisch gewählten Kommunalvertretern der Mitgliedsgemeinden Eging a.See, Ruderting, Salzweg, Windorf und Witzmannsberg informierte ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann bereits im Mai und Juni über die ILE-Arbeit und deren Handlungsschwerpunkte. Dabei stellte sie unter anderem heraus, dass ILE-Arbeit „Chefsache“ ist. Daher wurde Ende Oktober eine gemeinsame Strategieklausur abgehalten, bei der neben den Amtsinhabern auch die Geschäftsleiter der Mitgliedsgemeinden, die ILE-Geschäftsführerin sowie der ILE-Betreuer am ALE (Amt für Ländliche Entwicklung) Niederbayern anwesend waren. ILE-Vorsitzender Bürgermeister Stephan Gawlik betonte bei seiner Begrüßung die Notwendigkeit und Bedeutung einer Neuausrichtung der ILE-Arbeit nach dem Zugang von immerhin fünf neuen Amtskollegen. „Der intensive Austausch untereinander an diesen beiden Tagen wird neue Ansätze und Schwerpunkte für die bestehenden ILE-Handlungsfelder bringen“, so seine Erwartung.
Das Moderatoren-Duo, Diana Gallrapp und Sven Päplow von der Schule für Dorf- und Landentwicklung Plankstetten und hauptberuflich als Sachgebietsleiter am ALE Niederbayern tätig, führten durch die anstehenden Themen und arbeiteten sie kompetent ab. Zunächst aber informierte Franz Fraizl als ILE-Betreuer der Passauer Oberland Gemeinden über die Integrierte Ländliche Entwicklung, um eine gemeinsame Basis für alle Teilnehmer:innen zu schaffen. Er bescheinigte dem Passauer Oberland eine vorbildliche Arbeit, die sich in Niederbayern sehen lassen könne. Im Anschluss daran berichtete ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann über die seit 2020 erreichten Meilensteine, Leuchtturmprojekte sowie Aktionen und Maßnahmen, die man erfolgreich verwirklicht hat.
Diesen beiden Info-Blöcken folgte dann die gemeinsame Arbeit: Das Bewerten der bisherigen Handlungsfelder und die Herausarbeitung einer künftigen inhaltlichen Ausrichtung. Das, was sich der ILE-Vorsitzende eingangs gewünscht hatte, trat ein: Die neuen Bürgermeisterkollegen beteiligten sich rege am Austausch, brachten neue Ansätze ein und übernehmen auch Verantwortung in den Handlungsfeldern. Der zweite Schwerpunkt des ersten Tages war: Gemeinsame Entwicklungsziele zu formulieren, Prioritäten zu setzen und erste Maßnahmen festzulegen. Ganz schaffte man die sechs Handlungsfelder nicht mehr. Damit ging es dann am zweiten Tag weiter. Bis schließlich die Frage im Raum stand, wer welches Handlungsfeld „im Zweierpack“ gemeinsam führen wolle. Aber auch hier gab es eine rasche Einigung ohne größere Diskussionen. Somit wurden folgende „Bürgermeister-Gespanne“ festgelegt:
- Demografie & Soziale Infrastruktur: Benedikt Kufner und Stephan Gawlik
- Energie, Umwelt, Nachhaltigkeit & Ressourcenschutz: Anton Käser und Erwin Braumandl
- Innen- & Siedlungsentwicklung: Christian Fürst und Roman Holzinger
- Vereine und Bürgerschaftliches Engagement: Josef Artmann und Christian Bernkopf
- Wirtschaft und Standortentwicklung: Georg Hatzesberger und Josef HasenöhrlIn Sachen Verwaltungskooperation und Digitalisierung werden sich wie bereits zuvor die Geschäftsleiter Anton Mayrhofer aus Tiefenbach und Tobias Klessinger aus Fürstenstein gemeinsam mit ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann kümmern.
Mit der Priorisierung der Handlungsfelder Verwaltungskooperation und Digitalisierung sowie Energie, Umwelt, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz an oberster Stelle, waren die künftigen Schwerpunkte gesetzt worden. Die weiteren Handlungfelder folgten in zweiter und dritter Reihe. Abschließend legte man sich auf erste Aktionen für 2027 fest.
Die fest etablierten Info-Abende im Handlungsfeld Demografie zu aktuellen Themen und auch die Vereinsschule Passauer Oberland werden ebenso wie die beliebten Unternehmertreffen im Rahmen des Wirtschaftsnetzwerks weitergeführt. Es waren sich alle darin einig, dass sie ILE-Erfolgsformate darstellen, die einen wirlichen Mehrwert und Nutzen für Bürger, Vereine und Unternehmer bringen.
Die gute Stimmung während des zweitägigen Seminars und der offene Austausch untereinander trugen dazu bei, dass alle frisch motiviert die Heimreise antraten. Das Seminar wurde über die Schule für Dorf- und Landentwicklung Plankstetten gefördert und fand an der Landvolkshochschule Niederalteich statt, wo man bestens untergebracht war.
