Neue Ziele hat sich die ILE Passauer Oberland in ihrem Handlungsfeld Energie & Umwelt, Nachhaltigkeit & Ressourcenschutz gesetzt. In den nächsten Jahren sollen der Klimawandel und seine Auswirkungen sowie mögliche Gegenmaßnahmen im Fokus der ILE-Arbeit stehen. Die elf Gemeinden des Passauer Oberlandes gehören bayernweit zu den ersten Kommunen, die sich ein auf das ILE-Gebiet abgestimmtes Konzept zur Klimawandelanpassung erstellen lassen. Dazu haben sich die Verantwortlichen des Handlungsfeldes, Bgm. Erwin Braumandl aus Neukirchen vorm Wald, Bgm. Rudolf Müller aus Ruderting und ILE-Geschäftsführerin Gabriele Bergmann kürzlich mit Experten der KlimaKom eG und der Think GmbH getroffen.
Einen einstimmigen Beschluss dazu hatten die ILE-Gemeinden in der diesjährigen Februarsitzung gefasst. Die Regierung von Niederbayern, bei der der Verein Passauer Oberland e.V. zwischenzeitlich einen entsprechenden Förderantrag gestellt hat, erteilte bereits den vorzeitigen Maßnahmenbeginn.
Daher konnte zwischenzeitlich mit dem Projekt gestartet werden. Der erste Besuch vor Ort führte die externen Fachleute mit den ILE-Vertretern auf gemeinsame Besichtigungstour durch die Gemeinden Ruderting, Neukirchen vorm Wald und Fürstenstein. Ein straffes Programm, das in Ruderting mit der Besichtigung des neu angelegten und bereits bestehenden Energiewalds im Ortsteil Reisach begann, wartete. ILE Geschäftsführerin Gabriele Bergmann hatte gemeinsam mit den beiden handlungsfeldführenden Bürgermeistern das Programm zusammengestellt.
Zweite Station war das Neukirchner Rathaus. Dort tauschte man sich zunächst noch zu offenen Fragen organisatorischer Art sowie zu inhaltlichen Schwerpunkten aus. Danach erläuterte Bgm. Braumandl das Fernwärmenetz in Neukirchen vorm Wald, welches sich in unmittelbarer Nähe zur Schule und Kirche befindet (siehe Foto). Weiter ging es auf die sog. Witzlinger Höhe, von wo aus man einen guten Überblick zu den Waldhängen an der gegenüberliegenden Seite hat.
Sie waren von den schweren Stürmen der letzten Jahre arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Hier war deutlich zu erkennen, welche immensen Schäden Unwetterereignisse wie Sturm verursachen können und die Wälder mittlerweile über viele Jahre hin prägen. Nächster Halt war an der PV-Freiflächenanlage in Pilling.
Ein weiteres Thema, das im Zusammenhang mit Auswirkungen des Klimawandels eine immer wichtigere Rolle spielt, stellt die Starkregenvorkommnisse dar. So wurde bei der Weiterfahrt das sich derzeit im Bau befindende Regenrückhalte- Becken der Gemeinde Fürstenstein am „Pirkinger Bach“ besichtigt und die Hintergründe dazu erörtert.
Zum Abschluss kam die Runde dann im Fürstensteiner Rathaus mit Geschäftsleiter Tobias Klessinger zusammen. Er informierte über die energetische Sanierung des Gemeindezentrums Fürstenstein, die kürzlich fertig gestellt worden ist. Sie ist ein Beispiel wie in den vergangenen Jahren in den Gemeinden des Passauer Oberlandes energetische Sanierungen und Optimierungen durchgeführt wurden. In den vergangenen Jahren lag es den ILE-Gemeinden am Herzen, ihre kommunalen Liegenschaften zukunftssicher und kostenbewusst aufzustellen. Das nächste Projekt, das sich hierzu in Fürstenstein auf dem Weg befindet, stellt die Sanierung der Dreifach-Turnhalle dar. Dorthin fuhr man als letzte Station der Bereisung.
Als nächstes stehen eine umfangreiche Datenerhebung und Auswertungen an.
![Foto2_Bereisung_3mai2022](https://passauer-oberland.de/wp-content/uploads/2022/06/Foto2_Bereisung_3mai2022-300x225.jpg)